NewsAuslandEntführtes Mitglied einer Hilfsorganisation in Nigeria getötet
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Entführtes Mitglied einer Hilfsorganisation in Nigeria getötet

Mittwoch, 25. September 2019

Lagos – Ein in Nordnigeria verschlepptes Mitglied der internationalen Hilfsorganisation Action Against Hunger ist von seinen Entführern getötet worden. Die Organisation verur­teilte die Tat heute aufs Schärfste und forderte die Freilassung weiterer Entführter.

Zwei Monate zuvor waren sechs nigerianische Mitarbeiter der Organisation – fünf Männer und eine Frau – nahe der Stadt Damasak im Bundesstaat Borno verschleppt worden. Da­nach hatten die Kämpfer von ISWAP, der Westafrika-Ableger des Islamischen Staates und eine Splittergruppe von Boko Haram, ein Video der Gruppe veröffentlicht.

Die ISWAP hatte schon im Vorjahr zwei Mitarbeiterinnen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) verschleppt und getötet. Die Gruppe terrorisiert seit Jahren die Bevölke­rung im Nordosten Nigerias und in angrenzenden Staaten. Bei Angriffen und Anschlägen der Gruppe wurden seit 2009 mindestens 20 000 Menschen getötet, rund zwei Millionen Men­schen sind auf der Flucht vor der Gewalt.

Anzeige

Das nigerianische Militär hatte erst vergangene Woche das Büro von Action Against Hunger in Borno wegen des Vorwurfs der Unterstützung terroristischer Gruppen geschlossen. Die Hilfsorganisation liefere trotz mehrerer Warnungen Terrorgruppen wie Boko Haram Nahrung und Medizin, hatte ein Militärsprecher erklärt. Action Against Hunger wies die Vorwürfe zurück und erklärte, in Borno die Verletzlichsten der Bevölkerung zu versorgen – vor allem Frauen und Kinder. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

28. Mai 2020
Berlin – Politische Entscheidungen sollen künftig das Thema Globale Gesundheit vermehrt einbeziehen. In verschiedenen Ressorts deutscher Ministerien sowie auf EU-Ebene soll es dazu eine engere
Gesundheitspolitik als internationale Aufgabe denken
28. Mai 2020
Neu Delhi – Mitten in der Coronakrise plagt Indien die schlimmste Heuschreckenplage seit knapp drei Jahrzehnten. Fernsehbilder zeigen, wie sich große Insektenschwärmen auf Gemüse, Hülsenfrüchte,
Schlimmste Heuschreckenplage seit 27 Jahren in Indien
22. Mai 2020
Neu Delhi/Dhaka – Mehr als 90 Menschen sind bei dem Zyklon „Amphan“ in Indien und Bangladesch gestorben. Rund zehn Millionen Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen von einem der stärksten
Millionenschwere Hilfen nach Zyklon in Indien und Bangladesch angekündigt
15. Mai 2020
Berlin − Mit schwerwiegenden humanitären Folgen der Coronapandemie hat sich der Bundestag heute in seinem ersten Tagungsordnungspunkt beschäftigt. „Das Coronavirus ist eben nicht nur eine
Bundestag debattiert über humanitäre Folgen der Coronakrise
15. Mai 2020
Cox's Bazar − Nach dem Auftreten eines ersten Falls von SARS-Cov-2 im weltgrößten Flüchtlingslager in Cox's Bazar in Bangladesch haben die Behörden einen Teil des Lagers komplett abgeriegelt.
Teil von Rohingya-Flüchtlingslager wegen Corona abgeriegelt
15. Mai 2020
Aden − Die Hilfsorganisation Save the Children warnt vor einer dramatischen Entwicklung der Gesundheitssituation in der südjemenitischen Hafenstadt Aden. Mehrere Krankenhäuser in der Stadt
Save the Children: Kliniken im Süden Jemens schließen in Coronakrise
13. Mai 2020
New York – Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef fordert erheblich mehr Mittel für den Kampf gegen COVID-19. Vorgestern erhöhte es seinen im März veröffentlichten Nothilfeaufruf von 651
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER