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Politik

FDP fürchtet Risiko für Arzneimittel­versorgung durch Brexit

Montag, 30. September 2019

/Victor Moussa, stockadobecom

Berlin – Die FDP-Gesundheitsexpertin Katrin Helling-Plahr befürchtet nach dem Brexit Eng­pässe bei der Versorgung deutscher Patienten mit einigen Medikamenten. „Es könnte auch sensible Medizinprodukte treffen, mit denen man zum Beispiel Blutspenden auf Krankhei­ten wie HIV testet, die dann ,plötzlich' für die EU nicht zertifiziert wären“, sagte die Bundes­tagsabgeordnete.

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Das dem TÜV vergleichbare britische BSI-Institut darf nach einem ungeregelten Brexit Ende Oktober keine Medizinprodukte für die EU mehr zertifizieren. Die Bundesregierung hatte Helling-Plahr auf eine Anfrage hin mitgeteilt, wahrscheinlich werde „eine vollständige Über­tragung aller Bescheinigungen nicht bis zum 31. Oktober erfolgt sein“. Die Bundes­re­gierung unterstütze Bemühungen, eine Lösung für Hersteller und Produkte zu erarbeiten.

„Das heißt im Klartext: Versorgungsengpässe bei bestimmten Produkten können nicht aus­geschlossen werden“, sagte die FDP-Gesundheitsexpertin. Sie warf Bundesgesund­heits­mi­nister Jens Spahn (CDU) vor, das gleichgültig hinzunehmen. © dpa/aerzteblatt.de

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