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Politik

Ludwig sieht Zeit für Neuanfang in der Drogenpolitik

Montag, 30. September 2019

Daniela Ludwig /picture alliance, Lisa Ducret

Berlin – Die neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, will neue Ansätze in der Suchtpolitik angehen und damit auch einer stark polarisierten Debatte entgegenwirken.

„Es ist Zeit für einen Neuanfang“, sagte die CSU-Politikerin. Man müsse zeigen, dass es beim Thema Drogen nicht um Verbotspolitik gehe, sondern darum, Menschen mit ihren Sorgen und Problemen zuzuhören und Suchtkranken zu helfen.

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Dazu gehöre auch, sich bei europäischen Nachbarn umzuschauen, was diese anders und vielleicht besser machten, sagte Ludwig mit Blick etwa auf Cannabis. Hier sehe sie in Deutschland eine große gesellschaftliche Spaltung. „Es darf aber nicht nur darum gehen:
Legalisierung ja oder nein? Über viele andere Ansätze wurde bisher zu wenig geredet. Das will ich ändern.“

Ludwig sagte, Drogen und Sucht sei ein Thema, das alle angehen und das mehr Aufmerk­samkeit verdiene – auch bei der Bundesregierung. „Ich werde mir vieles selbst in der Praxis anschauen. Alles, was Leben retten kann, verdient es, gesehen und gehört zu werden. Was am Ende des Tages zählt, ist der Gesundheitsschutz.“

Als Kommunalpolitikerin sehe sie, wo vor Ort der Schuh drücke. „Auch als Drogenbeauf­tragte fühle ich mich dazu verpflichtet, den Kids ganz genau zuzuhören.“ Natürlich wisse sie, dass ihr neues Amt in der Öffentlichkeit oft sehr umstritten sei. Sie könne aber Sturm aushalten und scheue keine kontroverse Debatte.

Das Bundeskabinett hatte die 44-jährige Juristin Mitte September zur Nachfolgerin von Marlene Mortler (CSU) berufen, die im Juli ins Europaparlament gewechselt war. Ludwig war bisher verkehrspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Donnerstag, 3. Oktober 2019, 16:03

Immer daran denken!

Es geht dabei nicht um eine "Freigabe", sondern einen regulierten, kontrollierten und legalen Zugang für Erwachsene - also Alterskontrolle, Deklaration der Inhaltsstoffe mit Mindest- und Höchstgehalten an THC und CBD, Mengenbegrenzung (zB Höchstabgabemengen pro Woche/Monat/Einkauf), Schadstofffreiheit.
Übrigens auch auf weitere Drogen ausweitbar - wenn schon die Einnahme von Drogen straffreie Selbstschädigung ist, sollte auch Erwerb und Besitz von großzügigen Eigenbedarfsmengen straffrei sein und ein staatlich kontrollierter Verkauf ebenso.
Freud konnte "Cocainum hydrochloricum Merck" einfach so in der Apotherke kaufen!
Vor allem die unsinnigen und bizarren Nebenstrafen aus dem Verwaltungsrecht müssen weg oder zumindest wissenschaftlich begründet sein!
Avatar #777209
Karteileiche
am Mittwoch, 2. Oktober 2019, 21:42

Legalisieren und Jugendschutz schaffen

Frage: Wie schützt das Drogenverbot mit entstehendem Schwarzmarkt die Jugendlichen? Antwort: Gar nicht, es handelt sich um eine unkontrollierte Drogenfreigabe. Eine sinnvolle Legalisierung würde endlich diesen super wichtigen Jugendschutz ermöglichen und Erwachsene nicht weiterhin entmündigen.
https://hanftube.de/2019/04/27/drogenverbote-kinder-zum-dealer-schicken/
Avatar #735550
rp__bt
am Montag, 30. September 2019, 19:08

Hoffentlich geht sie pragmatisch vor...

...und nicht dogmatisch.
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