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Politik

Ministerin will Pläne für Kinderschutz bei Apps vorlegen

Montag, 30. September 2019

Franziska Giffey /dpa

Berlin – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will bis zum Jahresende ihre Vorschläge für mehr Schutz von Kindern und Jugendlichen bei Videospielen und Apps vorlegen. Das sagte ein Sprecher des Ministeriums kürzlich.

Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, mit schärferen Regeln, Kin­der und Jugendliche besser vor Cybermobbing, sexueller Belästigung und Suchtgefähr­dung zu schützen. Familienministerin Giffey plant dafür ein entsprechendes Jugendme­dienschutzgesetz.

Unter anderem sollen damit Risiken für Kinder bei Chat-Funktionen in Onlinespielen ein­gedämmt werden, außerdem geht es um den Schutz vor Kostenfallen bei In-App- oder In-Game-Käufen. Dabei können etwa zunächst frei zu beziehende Angebote im Spielver­lauf zu Kosten führen.

Das geplante Gesetz solle auch mobile und interaktive Social-Media- und Games-Ange­bote erfassen, wenn diese nicht von Deutschland aus betrieben würden, sagte der Spre­cher. Geplant sei, dass Anbieter Vorsorgemaßnahmen treffen müssten. Das könnten zum Beispiel sichere und kindgerechte Voreinstellungen bei Apps und Spielen sein.

Giffey hatte am vergangenen Freitag die Anbieter von Spielen zu mehr Verantwortung aufgerufen. Diese sollten zum Beispiel offenlegen, wenn Loot Boxes in einem Spiel ent­halten seien, sagte sie laut einer Mitteilung ihres Ministeriums. Loot Boxes sind virtuelle Kisten mit Belohnungen oder Gegenständen, wie Waffen oder Fähigkeiten, die vom Spie­ler zum Teil nur gegen Bezahlung geöffnet werden können.

© dpa/aerzteblatt.de

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