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Grippewelle war tödlichste in 30 Jahren

Montag, 30. September 2019

/dpa

Berlin – Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das sei die höchste Zahl an To­des­fällen in den vergangenen 30 Jahren, wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, heute mit Blick auf eine eigene aktuelle Auswertungen erklärte. Es gebe auch saisonale Wellen mit wenigen Hundert Todesfällen.

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist dem RKI zufolge trotz der von Saison zu Saison un­ter­schiedlichen Wirksamkeit die Impfung. „Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt“, sagte Wieler. Neben der Im­pfung, die laut RKI die wichtigste Schutzmaßnahme darstellt, empfehlen die Experten gründliches Händewa­schen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten.

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Ein Vergleichswert für die laut RKI „moderate“ Welle 2018/19 liegt noch nicht vor. Die Ex­perten gehen von 3,8 Millionen Arztbesuchen wegen Grippe in der vergangenen Saison aus. Das ist weniger als halb so viel wie 2017/18. Insgesamt registrierte das Institut von Oktober bis Mitte Mai 182.000 labordiagnostisch bestätigte Grippefälle.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) mahnte, die Zahlen sollten allen Impfgeg­nern zu Denken geben. „Impfen hilft, Krankheiten zu vermeiden“, erklärte der Minister. Grippe könne aber auch tödlich sein. Spahn rief besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere sowie Medizin- und Pflegepersonal dazu auf, sich rechtzeitig impfen zu lassen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Grippe Menschen ab 60, chro­nisch Kranken, Schwangeren sowie Medizin- und Pflegepersonal. Die Impfung des medizinischen Personals dient laut RKI dem individuellen Schutz vor einer Erkran­kung, reduziert aber auch die Weiterverbreitung des Influenzavirus im Krankenhaus. Bis­herige Daten wiesen auf den immer noch zu geringen Impfschutz des Gesundheitsperso­nals hin, schreibt das RKI mit.

Das Institut berichtete heute auch von einer ungewöhnlichen Aktion des St. Franziskus-Hospital in Münster. „Wer sich gegen Influenza impfen ließ, erhielt einen Gutschein für eine Porti­on Pommes in der Cafeteria. Jedes Team mit einer Impfquote von 100 Prozent bekam einen Gut­schein für ein gemeinsames Frühstück“, so das RKI. Die Aktion hat laut RKI Erfolg gehabt. Die Impfquote habe sich verdoppelte und in der Ärzteschaft nach der Aktion bei mehr als 90 Prozent gelegen. © dpa/afp/may/aerzteblatt.de

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Avatar #830011
Ekaf
am Samstag, 23. Mai 2020, 20:17

"Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo das Recht des anderen beginnt."

Diese Zitat kann man genauso gut in die Gegenrichtung auslegen. Es geht im Abwägung und die Sachverhalte sind eben etwas größer als die Milchmädchenrechung mit den Variablen "mal eben angenehm zuhause bleiben" vs "viele Tote".
Avatar #828527
Alina Z.
am Montag, 11. Mai 2020, 11:19

Sondersituation 2017/18

Es stimmt, dass mehr Menschen als "gewöhnlich" an der Influenza in der Saison 2017/18 verstorben sind. Man sollte aber bedenken, dass in dieser Saison der trivalente Impfstoff nicht wirksam war, da er nicht das hauptsächlich kursierende Influenza-Virus der B/Yamagata-Linie abgedeckt hat.
In den übrigen Jahren haben wir u.a. niedrigere Mortalitätsraten, da die Impfungen für gewöhnlich das entsprechende Virus abdecken.

Das ist einer der entscheidenden Unterschiede zu SARS-CoV2. Hier gibt es eben keinen Impfstoff und wir können somit im Voraus keine regulären Schutzmaßnahmen treffen, um die Ausbreitung zu verringern. Dann kommt noch die längere Inkubationszeit und die häufigen asymptomatischen Verläufe (20-40%, je nach Studie) hinzu.
Eine saisonale Influenza-Welle und die aktuelle Pandemie sind einfach nicht vergleichbar, weil man ganz andere Voraussetzungen zur Eindämmung hat!

Wer weiß, wenn es keinen Impfstoff für die Influenza gäbe, ob nicht regelmäßig mehr Menschen sterben würden? Es ist die Frage, ob man eine hohe Mortalitätsrate aber nicht doch mit verfügbaren Mitteln (aktuelle Einschränkungen) verringert, wenn man die Möglichkeit hat. Eine bakterielle Pneumonie überlebt man heutzutage auch nur durch Antibiotika-Einsatz (verfügbares Mittel). Für SARS-CoV 2 gibt es aber kein Medikament. Nachweißlich wirksam sind aber Einschränkungen des öffentlichen Lebens, wie schon in vielen vergangenen Szenarien bewiesen!

Lässt man also lieber 25.000 oder mehr Leute sterben, weil man das Alltagsleben nicht einschränken möchte, oder kann man viele retten, weil man verfügbare Maßnahmen anwendet?

P.S. Eine passende philosophische Aussage: " Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo das Recht des anderen beginnt." (Recht auf körperliche Unversehrtheit)
Avatar #825876
Rainer H.
am Donnerstag, 7. Mai 2020, 12:05

@minority21 und andere

Lieber minority21,

an welcher Stelle habe Ich geschrieben, dass Ich die Herkunft der Zahlen nicht kenne? Daran kann Ich mich nicht erinnern. Nun, vielleicht ist es ein Missverständnis.
Um Ihrer Bitte nachzukommen: Die 25.000 sind eine statistische Schätzung auf Basis der Exzessmortalität (Übersterblichkeit). Dazu wird zuerst eine Hintergrundmortalität als Normalverteilung (teilweise auch Poissonverteilung) festgelegt und im Anschluss die Abweichung davon beurteilt. Aber möglicherweise wussten sie das schon.
Nun, das Problem dieser Zahl besteht nicht in Ihrer Herkunft, sondern dass diese bisher nicht mit (aktuellen) Coronazahlen vergleichbar ist. Um die Übersterblichkeit darzustellen benötigt es erst einmal genügend Daten. Aktuell gibt es erste Vergleiche der Coronaauswirkungen zu den letzten Jahren auf Euromomo.

Dr. Sommer, bitte beachten Sie, dass die Schwankungen der Todeszahlen zwischen Sommer und Winter in der Hintergrundmortalität beachtung finden. Es wird nicht einfach nur eine "Baseline" mit einem festen Wert über das Jahr gelegt. Und warum ist die Grippewelle so milde ausgefallen? Sie wurde schon vor einiger Zeit als beendet erklärt und die Lockdownmaßnahme helfen nicht nur bei Corona.

Ja, die Maßnahmen sind heftig. Und für viele bedeuten sie neben Kontakteinschränkungen auch finanzielle Verluste, vielleicht auch schlimmeres. Ich sehe nur keinen Anhaltspunkt für die Behauptung, dass die Maßnahmen zu extrem waren. Es lässt sich nicht beurteilen, wie sich die Zahlen der Kranken entwickelt hätte, wenn geringere oder keine Maßnahmen getroffen worden wären. Und wenn es zu einer Überforderung der Krankenhäuser kommt, sind es nicht nur Coronapatienten, die darunter leiden.
Ich bin froh, keine der aktuellen Entscheidungen treffen zu müssen. Aber welche Wahl hat die Politik denn? Jetzt wird das öffentliche Leben eingeschränkt, die Todeszahlen bleiben niedrig und das Gesundheitssystem stabil. Und einige beschweren sich darüber, dass alles zu viel war, weil es so wenige Infektionen und Tote gibt. Und wenn sich Politiker gegen Maßnahmen entschieden hätten? Dann hätte es mehr Tote und Kranke gegeben. Wie das Gesundheitssystem damit hätte umgehen können, wissen wir nicht. Aber es hätten sich Leute beschwert, dass zu wenig gemacht wurde.
Schön, dass sie sich für ersteren Weg entschieden haben.

Alles Gute und beste Gesundheit Ihnen allen.

MfG Rainer H.
Avatar #115734
Dr Sommer
am Samstag, 2. Mai 2020, 05:51

Ein paar klarstellungen

Wir haben zurzeit eine grippewelle mit covit 19.
Die Frage ist, sind die Massnahmen gerechtferigt?
Das hängt davon ab wie gefährlich das virus ist.
Hier ein paar Überlegungen für kluge Leute.
Die Übersterblichkeit in Italien oder ist kein Parameter um einzuschätzen wie gefährlich ein Virus ist.
Was bedeutet Übersterblichkeit? Dass im Vergleich zur selben Zeit die letzten Jahren viel mehr leute gestorben sind. Das heisst nicht das viele Leute gestorben sind. Wenn z.b eine Grippe im Sommer ausbricht oder frühjahr, entsteht sehr schnell eine Übersterblichkeit, weil im Sommer oder Frühjahr normalerweise nicht so viele Leute sterben. Nehmen wir Italien z.b.In Italien sind 27000 menschen mit und an Corona gestorben. Diese 27000 tote hätten im Winter eine geringe Übersterblichkeit verursacht, da im Winter normalerweise influenza wütet, und dieses jahr die inflzenzawelle verhältnismässig milde ausgefallen ist. Diese 270000 verursachen aber im mai eine hohe Übersterblichkeit im Frühjahr, da normalerweise nicht soviele Leute im April sterben. Man muss also immer die absoluten Zahlen berücksichtigen und die fähigkeiten des Gesundheitssystem berücksichtigen.
Da das Gesundheitssystem zurzeit eher unterfordert als überfordert ist, waren die Massnahmen zu streng angesetzt.
Ohne lockdown hätte man vielleicht etwas mehr tote gehabt, weil das Virus sich schneller ausgebreitet hätte, aber das hätte unser Gesundheitssytem auch nicht überfordert sonst wäre die Welle viel heftiger ausgefallen. Ansonsten könnte man bei jeder Grippewelle einen Lockdown machen.
Avatar #826363
eugfra
am Donnerstag, 23. April 2020, 11:06

Bitte mit richtigen Zahlen arbeiten

Laut Bericht des RKI sind in der Saison 2017/18 1.674 Patienten an der saisonalen Influenza verstorben.
Bei der gern vor allem von Leugern der Gefährlichkeit von Sars CoV 2 genannten Zahl von 25.000 handelte es sich um eine Vorab-Projektion.
Avatar #705955
minority21
am Mittwoch, 22. April 2020, 10:27

@RainerH.

Lieber Herr Rainer H.,

bitte klären Sie mich auf.

Sie sagen zuerst, dass Ihnen die Art und Weise, wie die Zahlen erhoben wurden nicht klar ist.
Und dann sagen Sie, dass die Zahlen "völlig verschieden", gar "unterschiedlicher Herkunt" sind.

Also können Sie die Zahlen zuverlässig interpretieren oder nicht?
Erklären Sie uns doch die Zahlen und depolarisieren Sie uns, Bitte!

MfG
Avatar #825942
Ch. M.
am Sonntag, 19. April 2020, 17:13

Könnt ihr lesen liebe Kommentar Schreiber?

Leute, ihr wisst aber schon das der Artikel vom September 2019 ist, wo noch nicht die rede von Covid19 und Sars-Cov-2 war, oder?

Finde den Fehler, der Gewinner bekommt einen Keks.
Avatar #825876
Rainer H.
am Sonntag, 19. April 2020, 10:30

Hinweis

Liebe Leser,
Liebes Ärzteblatt,

ich finde den ständigen Vergleich mit der "starken Grippewelle" langsam etwas anstrengend, allen voran aufgrund der häufigen Ungenauigkeit. Es wird in fast allen Medien, selbst hier im Ärzteblatt, lediglich angegeben, dass 25.000 2016/17 gestorben sind. Diese Zahl prägt sich ungemein ein. Dass es sich dabei um eine rein statistische Erhebung handelt bleibt - wie hier - unerwähnt.

Bitte verstehen sie mich richtig. Ich halte den Vergleich nicht für unwichtig, ich bitte nur um eine umfassende Erklärung der Zahl. Wahrscheinlich ist die Herkunft der Zahl vielen Kommentatoren hier bewusst. Anderen, die sich lediglich informieren wollen, aber vielleicht nicht. Und das birgt Gefahr.

Ich möchte vor allem nochmal auf smr-yzr zu sprechen kommen: Ich stehe voll hinter ihnen, dass man sich umfangreich informieren und auch Studien lesen sollte. Und das man Ruhe bewahren soll. Aber der Vergleich von den 455 Toten (zu ihrem Kommentarzeitpunkt) mit den statistisch 25.000 2017/18 ist schlichtweg falsch.

Mir ist bewusst, dass die Zählung von Coronatoten aufgrund der Diskrepanz zwischen "'durch' und 'mit' Corona gestorben" auch ihre Fehler hat. Das ist aber keine Begründung dafür, völlig verschiedene Zahlen miteinander zu Vergleichen.

Die Auswertung der monatlichen Todesfälle (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html) zeigt, dass 2016/17 sehr schlimm war. Die Zahlen des Jahres 2020 sind bisher im "Normalbereich" und wenn dies so bleibt, ist das sehr gut. Ob das dann daran liegt, dass Corona ungefährlich und wenig Auswirkung hat oder daran, dass das öffentliche Leben eingeschränkt ist, werden wir nicht herausfinden. Und ich bin froh darüber, dass wir es nicht ausprobiert haben.

Fazit: Die Berichterstattung leidet, aufgrund der unkommentierten Verwendung von Zahlen unterschiedlicher Herkunft. Dadurch resultieren (m. E. zwangsweise) unglaublich polarisierende, unangemessene Positionen: Die, die Corona völlig verharmlosen und sagen, hier wäre gar keine Reaktion notwendig. Und die, die Corona mit Krieg vergleichen.
Ich bin der Meinung, man kann der Weiterverbreitung des Virus mit gesundem Menschenverstand, Hygiene und Rücksicht auch bei Lockerung der Ausgangssperren gut Einhalt gebieten. Für eine Laissez - Faire - Haltung nach dem Motto "es ist egal, ob ich mich infiziere und wen ich infiziere" ist aber kein Platz. Denn dann Erkranken viele und viele Erkanken auch schwer.

Ich wünsche ihnen allen beste Gesundheit.

MfG Rainer H.
Avatar #824989
Gabriele 21
am Dienstag, 14. April 2020, 11:02

Viren

Es gibt weltweit so viele Viren. Es wird generell immer neue Viren und neue Erkrankungen geben. Für mich ist das so, Corona hin und her, der Mensch gräbt sich selber sein Grab. Und ich stehe genau hinter dem Kommentar von AAA201809. Danke
Avatar #824614
posmotrim
am Freitag, 10. April 2020, 18:03

hut ab vor den deutschen

über die kopflose asylpolitik von fr merkel habe ich mich fast zu tode geärgert! umso mehr freut es mich jetzt, dass die deutschen offenbar den mut haben, "corona" kontroversiell zu diskutieren und nicht, wie die österreicher, in ehrfurcht vor der ddr-artigen "einheitsmeinung" von staatsfunk, regierung und unfehlbaren experten erstarren! mit gruß, ein ösi
Avatar #824199
AAA201809
am Dienstag, 7. April 2020, 15:59

Alles schön berechnet, aber seinen wir mal direkt

Ich finde euer Kopfzerbrechen, wer was richtig ausrechnet interessant, aber seien wir doch einfach mal ehrlich, es werden eh noch mehr Menschen sterben, so wie sie bei jeder Grippewelle sterben. Mal ist eine Welle harmlos, mal wie hier schlimmer.

Sehen wir doch auch mal Fakten ins Auge, dass der Mensch durch seinen täglichen Antibiotikakonsum durch die Einnahme von Fleisch sich selber schädigt, dass Viren und Bakterien lebende Organismen sind, die sich ebenfalls den Gegebenheiten anpassen. Es wir also immer eine Krankheit/Erreger geben der uns Übel mitspielen wird. Aber....

Hatten wir vor Corona nicht das Thema Klimaerwärmung, haben nicht unabhängige Wissenschaftler als vielen Ländern zusammengetan und uns gesagt
-ändert eure Lebensweise, die Massentierhaltung und alles was damit zusammen hängt muss weg
-wir haben eine Überbevölkerung, Geburtenkontrolle wäre eigentlich gut

Nur um zwei Dinge zu nennen. Nun kommt Corona und tötet als schwere Grippe wahrscheinlich mehr, als die letzten Grippewellen.

Ja es mag hart klingen und jeder Mensch der einen anderen verliert, durch welche Krankheit auch immer tut mir leid, aber ist gerade in dieser Phase unserer Exitens das sterben einiger Menschen nicht besser, damit Milionen es vielleicht besser haben?

Es mag hart sein, aber der Mensch hat nicht viele Feinde die ihn dezimieren.
Es sind nun einmal die Krankheiten, Kriege und Naturkatastrophen die uns Einhalt Gebieten.

Avatar #823913
grange
am Sonntag, 5. April 2020, 15:53

Gesundheitsdiktat

Liebe Frau Wachsmuth, tragen Sie die Konsequenzen dann allein zu Hause oder nehmen Sie im Zweifelsfall mir oder einem mir Nahestehenden einen knappen Platz auf der Intensivstation weg? Weil Ihre Konstitution bei der Aufnahme etwas besser war und Ihre Chancen als besser eingestuft wurden? Dann ist das leider nicht mehr nur Ihre Sache. Solche Szenarien sind - wie bekannt - eingetroffen, man kann das aus den Zustandsbeschreibungen der Kliniken in Bergamo, Mulhouse oder NYC ohne Schwierigkeit ablesen.
Ich spekuliere mal vorsichtig: Bei einer zügigen, unkontrollierten Durchseuchung der weniger gefährdeten Bevölkerung bis 60 Jahre [der überwiegende Teil der Senioren verbleibt in der selbst gewählten Isolation] ergeben sich pro 4 Wochen 20 Mio Neuinfizierte. Angenommen, nur 0,5% der Infektionen verläuft schwer mit notwendiger Intensivpflege für 2 Wochen. Es ergäbe sich ein durchschnittlicher Bedarf von 50.000 Intensivplätzen bei einem Angebot von knapp 30.000 Plätzen. Dazu kommt der Intensivplatzbedarf von Patienten ohne Covid19-Indikation, soll es auch noch geben.
Sind dann 20.000 - 30.000 abgewiesene, sich selbst überlassene Patienten pro 2 Wochen.
Also bitte, bitte keinen solchen Wind machen, wird schon.
Avatar #823068
Gritisch
am Dienstag, 31. März 2020, 02:14

Gibt es eine Statistik/Information...

Gibt es eine Statistik/Information, wer von den Verstorbenen, die positiv auf Covid 19 getestet wurden, sich vorher gegen "Grippe" impfen lassen hatte?

Avatar #822840
smr-yzr
am Montag, 30. März 2020, 23:46

Danke Panik0815

Ich möchte eine Kleine Anmerkung zur Berechnung von Panik0815 machen. @Servas: Sie haben etwas erwähnt was sehr gut ist (aber nicht für Ihre Argumentation). Zitat:"Außerdem sind diese Zahlen der Grippefälle (182 000) sind nur die getesteten und bestätigten Fälle!" Das ist der springende Punkt. Bei den COVID-19 Fällen ist das genau so. Alle Zahlen sind ausschließlich getestete Fälle. Soll heissen Ihre 9% sind korrekt aber auch die 13% von Panik0815. Um das RKI hier zu ziteren: Mann geht von einer ähnlichen Infektionsrate wie bei der Influenza aus. Und sollte die Zahl deshalb mit dem Faktor 11-20 multiplizieren. Und wenn man das tut hat man eine wesentlich geringere Mortalitätsrate. Das ist auch das ganze Problem bei der Berichterstattung. Leider haben und wollen die keine Ahnung von Mathematik haben. Statistik ist nun mal leicht falsch zu interpretieren. Sogar Harald Lesch ist davon nicht frei.
Ich bitte sie alle inständig versuchen sie auch Studien zu lesen und Steckbriefe der Viren und nicht nur Facebook und Co. Die haben uns diesen Schlamassel eingebracht. Bitte nutzen sie Ihren Verstand!
Die Zahlen sind wirklich nicht hoch und könnten sich im schlimmsten Fall in Italien zu einer schweren Grippe Epidemie entwickel. Also Es ist eine normale Grippe also bitte bleiben sie ruhig!
DEUTSCHLAND stand heute: 455 Tote - Bitte wir hatten 25.000 vor zwei Jahren. Bitte , bitte ruhig bleiben.
Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 30. März 2020, 16:44

Zustimmung und Anmerkungen

Zustimmung an Frau Wachsmuth und Panik0815. Frau Wachsmuth dürften die Ausführungen von Prof. Walach gut gefallen:

https://harald-walach.de/2020/03/22/abstand-zur-panik-fakten-reflexionen-gedanken-zur-covid-19-pandemie/

Gegen die zu hoch angegebenen Todesraten (Fall-Letalitä) sprechen gut überschaubare Situationen wie das verseuchte Kreuzfahrschiff DIAMOND PRINCESS (vorwiegend Senioren an Bord, 3500 Personen, 700 Infizierte und 6 Todesfälle). So viel zum "Killer Virus". Auch Prof. Ioannidis hat diesen Vorgang epidemiologisch gewürdigt und kommentiert.
Auch in den Seniorenheimen, z.B. hier:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/neun-corona-tote-aus-wuerzburger-seniorenheim,RtrTWmk
müssten die bedauernswerten Senioren eigentlich umfallen wie die Fliegen. Das ist bis jetzt zum Glück nicht erkennbar.
Mein geschätzte Mutter wohnt auch in einem Seniorenheim, bereits vor Monaten hat sie mir gesagt, dass eigentlich permanent jemand verstirbt. Wenn jetzt in diesen infizierten Seniorenheimen ein 80jähriger mit 5 Diagnosen verstirbt und positiv getestet wurde - wird das als Coronatoter gezählt. Es lebe die wissenschaftliche Statistik; die dann unseren Politikern als Entscheidungshilfe dient - welch wunderbare Evidenzbasierung!
Klar, dann kommt man unweigerlich auf die dramatische Situation in Spanien und Italien. In Italien waren die Krankenhäuser in der Influenzazeit schon immer bis zu 90% ausgelastet. In Italien gibt es viele Antibiotikaresistenzen (eine entspr. Karte gibt's im Netz) - bei nosokomialen Infektionen/Pneumonien schaut es dann schlecht aus. Und es stellt sich die Frage...da wohl der Kontext Krankenhaus der (verschlimmernde) Hauptfaktor zu sein scheint ... was dort genau läuft. Vielleicht wurde auch besonders aggressiv gut gemeint mit nebenwirkungsreichen Medikamenten therapiert?
Das ganze ist wohl multifaktoriell und wird schlauere Zeitgenossen wie mich noch jahrelang beschäftigen (Analyse).

By the Way: Bei Anne Will war gestern Prof. Gérard Krause, der durch Vernunft und Weitsicht glänzte. Und vor einer unnötigen Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen warnte. Hier ein Interview mit ihm, von dem Mann wird man noch mehr hören (die entwickeln auch einen wirklich notwendigen Antikörpertest):
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/coronavirus-epidemiologe-folgen-helmholtz-100.html
Avatar #822992
Anne Wachsmuth
am Montag, 30. März 2020, 16:16

Gesundheitsdiktat

Ich würde gern eine Diskussion über die "Gesundheits"vorstellungen unserer Bevölkerung auf einer vernünftigen Basis führen.
Wir leben in einem demokratischen System, sprich jeder ist für sich selbst verantwortlich, es ist jedem Mitmenschen in diesem Land möglich, relevanten Informationen auf vielfältige Weise zu erlangen,... wie sich letztendlich jeder entscheidet, ist in erster Linie eine persönliche Angelegenheit. Die Auseinandersetzung mit der Angst vor Tod und Krankheit sollte doch nicht eine ganze Gesellschaftsform zum Erliegen bringen!
Durch die Bevölkerungsdichte sind wir natürlich Infektionen ausgesetzt, aber wir leben nicht im Mittelalter, wo weder Hygienemassnahmen noch Krankheitsursachen bekannt waren.
Ich darf natürlich nur meinen persönlichen Standpunkt vertreten, aber warum sollte es nicht jedem Individuum gestattet sein, nach Abwägung aller Informationen den Entschluss zu fassen, der Natur ihren Lauf zu lassen? Sicher kann ich an einer Infektion sterben, würde aber abwägen, dass ich nach einer durchlebten Infektion über Antikörper verfügen würde, die mich dann auch in Zukunft vielleicht sicherer schützen als jede Impfung. Als verantwortungsvolle Person, werde ich alle Massnahmen ergreifen, um die Gefährdung anderer Mitmenschen zu vermeiden. Sollte ich daher auch nicht mehr Autofahren, in den Urlaub fahren, etc. etc.: Unfälle, Tod, Abgase!! Ich würde als mündiger Bürger gern die Risiken, die ich eingehe, selbst abwägen und meine eigenen Entscheidungen treffen. Selbstverständlich trage ich dann auch die Konsequenzen..... Irgendwann zwischen Diskussion und Panikmache, sollte man doch einmal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen: Wir leben, aber nicht für immer!
Das wäre ich hier gern losgeworden: meine mich umgebenden Mitmenschen scheinen eine "gesunde Lebensperspektive" zu verlieren.
Avatar #800480
Grethel Birkebeineren
am Mittwoch, 25. März 2020, 16:04

An Panik0815

Ihrem Beitrag stimme ich zu.
Eine Erfahrung, vor Kurzem, dh Ende Februar, am Flughafen Stuttgart gemacht, zeigt exemplarisch das herumgeeiere und ziemlich unkoordinierte Handeln der Behörden, hier nur beispielhaft die unhygiensche Prozedur beim Security Check-in, eine schriftliche Beschwerde dazu wurde bis dato, also nach über vier Wochen nicht bearbeitet.
Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

betr. äußerst unhygienische Sicherheitskontrolle am Flughafen STR, siehe bitte dazu meine Bemerkungen.

In vielen Ländern werden diese Abtastprozeduren mit Handschuhen und Desinfektionsmitteln durchgeführt, und das seit vielen Jahren schon, STR ist da wohl überfordert, zumindest ist das als Vielflieger meine Erfahrung .

Jetzt meine Bemerkungen dazu:

Wir leben in D anscheinend beträchtlich sorglos und hygienisch/technisch nicht up-to-date, allen Beteuerungen zum Trotz, Beispiel:
Am vergangenen Mittwoch, 26.02.2020, beim einchecken am Stuttgarter Flughafen wird man vom Sicherheitspersonal immer noch mit bloßen Händen am ganzen Körper abgetastet.
Schaut man sich diese Prozedur, nach erfolgreichem Bestehen, eine zeitlang aus der Nähe des Schleusenbereiches an, erkennt man: KEIN einziger vom Sicherheitspersonal macht diese manuellen Abtasterei mit Handschuhen, KEIN einziger desinfiziert sich anschließend die Hände. Aber hunderte Personen werden so effektiv mit den gleichen Rückständen der vorherigen Fluggäste beglückt, angefangen von Staub und Schmutz, Viren und Bakterien, Handschweiß und andere Köstlichkeiten mehr.
Beim Ansprechen reagieren diese Security-Leute dann mit Unverständnis und teilweise unverschämten Aussagen, was geht das einen Passagier auch an …!
Die patroullierenden Polizisten hinter dem Schleusenbereich antworteten nach meiner Rückfrage dazu, wir wissen nicht wer dafür zuständig ist, … vllt der Flughafen, vllt der Grenzschutz, vllt …, um die Handschuhe und Hände dieser Abtaster zu desinfizieren. Sind wir so hinter dem Mond ohne Raumfahrtbudget angelangt ?


Avatar #821608
Denkt_selber
am Sonntag, 22. März 2020, 12:59

Wie kann man aktuell die Mortalitätsrate erreichen?

Fakt ist: Im Moment weiß absolut niemand, wieviele Infizierte es gibt. In Deutschland soll man mit Symptomen NICHT zum Arzt gehen. Wenn man hin geht, steht man 5h und geht dann unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Und in Italien funktioniert das? Wohl kaum!
Alle Mortalitätsraten sind aktuell schlechte Schätzungen. Solange es in der Übersterblichkeit keinen Ausschlag über vergangene Jahre gibt, kann ich keine schlimmere Epidemie als die starken Influenza-Epidemien erkennen.
Avatar #820359
Panik0815
am Sonntag, 22. März 2020, 12:56

Nichts für Ungut

Zugegeben, bei meinen Berechnungen zur Sterbequote bei der Influenza habe ich die tatsächliche Zahl der Infizierten nicht beachtet.
Trotzdem halte ich die aktuelle Panikmache für unbegründet.

Um bei dem hier gerne aufgeführten Beispiel Italien zu bleiben:
Folgende Studie https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/bollettino/Report-COVID-2019_17_marzo-v2.pdf besagt inhaltlich:
Mehr als 99 Prozent der Menschen, die in Italien an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, haben unter Vorerkrankungen gelitten. 48,5 Prozent der Todesopfer hatten unter mindestens drei Vorerkrankungen gelitten. Bei 25,6 Prozent wurden zwei und bei 25,1 Prozent eine Vorerkrankung festgestellt. Mehr als drei Viertel der Untersuchten litten unter hohem Blutdruck, mehr als ein Drittel an Diabetes. Bei jedem dritten Verstorbenen wurde eine Herzkrankheit festgestellt. Das Durchschnittsalter der infolge einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Menschen liegt in Italien bei 79,5 Jahren. Bis zum 17. März waren 17 Personen unter 50 Jahren an der Krankheit gestorben. Bei den Todesopfern unter 40 Jahren handelte es sich der Studie zufolge ausschließlich um Männer mit schwerwiegenden Vorerkrankungen – etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenleiden oder Diabetes.

Soviel zu den Fakten.

Und hier noch eine Schätzung der GIMBE-Stiftung in Bologna:
Rund 100.000 Italiener haben sich bereits mit dem Virus infiziert, berichtet die Zeitung „Il Sole 24 Ore“. Stimmt diese Schätzung, läge die Zahl der tatsächlichen Todesopfer in Italien näher am weltweiten Durchschnitt von rund zwei Prozent…

Die meisten der verstorbenen Menschen waren sehr alt und könnten aufgrund der Vorerkrankungen ohne Gesundheitssystem überhaupt nicht weiterleben. Sie stellen eine große und einträgliche Gruppe von Kunden der Pharmaindustrie dar und werden von dieser mit Medikamenten am Leben erhalten. Mit ihnen wird Kasse gemacht, so lange es geht. Echt blöd für die Pharmaindustrie, wenn diese Kundschaft früher stirbt.
Die Vorerkrankungen die in o.g. Studie aufgeführt werden, entstehen zu einem großen Teil durch ungesunde Lebensführung (fettreiche Ernährung aus Massentierhaltung, viel Zucker, Zusatzstoffe und ähnliche Leckereien) - ein Thema für sich. Man könnte also sagen, dass mindestens einige (vermutlich eher viele) der Opfer eine nicht gerade intelligente Lebensweise an den Tag gelegt haben (womit wir wieder bei der Überschrift meiner letzten Einträge wären). Manch einer würde sagen: Selbst schuld.

Die Lebensmittelindustrie, Pharmaindustrie und die Medien haben die Menschheit in unseren Breitengraden offensichtlich ganz ordentlich im Griff.
Ca. 2000 Menschen (eine grobe Schätzung meinerseits) sterben in Italien täglich ohne Zutun des Corona-Virus. Sehr viele derjenigen die jetzt aufgrund des Virus sterben, wären (angesichts Ihrer Vorerkrankungen) mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten sowieso gestorben. Vielleicht auch an der Influenza… Die die jetzt sterben, fehlen in den nächsten Monaten in dieser Statistik. D.h. auf Jahressicht ändert sich die Zahl der Todesfälle in Italien nicht annähernd in dem Ausmaß wie jetzt viele befürchten bzw. in Ihrer kopflosen Panik verbreiten. Zumal die Zahl derer, die von dem Virus bedroht sind, begrenzt ist.
Aus meiner Sicht macht es einen großen Unterschied, ob es sich bei den Opfern um Menschen mit einer hohen verbleibenden Lebenserwartung oder um alte, kranke Menschen handelt. Und ich bin mir absolut sicher, die Mehrheit der Menschen in den Industrieländern denkt genauso. Wenn unserer Gesellschaft die Alten so wichtig wären, würde man diese ja nicht in die Pflegeheime abschieben. Wo nebenbei die freien Plätze immer rarer wurden, das scheint sich jetzt zu ändern. Es würde kein Hahn danach krähen, wenn in ganz Deutschland verteilt an einem Tag 2000 Menschen über 70 Jahren auf einmal an einem Herzinfarkt sterben würden. Keiner würde darüber berichten, niemand würde sich Toilettenpapier auf Vorrat kaufen.
Darüber wird in unseren Hauptmedien nicht oder nur Nebenbei berichtet. Damit lässt sich ja auch keine Hysterie erzeugen. Schlagzeilen wie Tod, Panik und steigende Sterberate verkaufen sich einfach besser.

Berücksichtigt man also diese Tatsachen und Überlegungen, stellt man fest, dass die von @TimHauser und @Servas erstellten Berechnungen nichts weiter tun, als Panik unter einer Gesellschaftsgruppe zu verbreiten, für die so gut wie keine Gefahr besteht.
Die Allermeisten unserer Gesellschaft sind von diesem Virus so bedroht wie von einer normalen Grippe.
Denn: „Das Durchschnittsalter der infolge einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Menschen liegt in Italien bei 79,5 Jahren.“
Im allerschlimmsten Fall stirbt jetzt die gesamte Risikogruppe und danach geht’s weiter wie bisher (mal abgesehen davon, dass die Wirtschaft voll gegen die Wand gefahren wurde).
Die Umwelt wird platt gemacht, und wir werden immer mehr - Das wäre doch ein Grund für Panik.

Vielleicht hat dieser Planet auch einfach nur ein Problem mit mittlerweile 7,8 Mrd. Idioten und arbeitet an Lösungen. Könnte man es ihm verdenken?

Nichts für Ungut!
Avatar #821148
Servas
am Samstag, 21. März 2020, 14:51

@Panik 0815

Wie erklären sie sich dann das in Italien bei ca. 46 ooo Infizierten bereits über 4000 Todesfälle regestriert wurden was eine Mortalitätsrate von ca. 9% ausmacht? Außerdem sind diese Zahlen der Grippefälle (182 000) sind nur die getesteten und bestätigten Fälle wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich sehr viel höher liegen wird da sich bei der Grippe wohl kaum allzu viele Personen darauf testen lassen werden. Wie im obrigen Artikel beschrieben gehen die Experten von 3,8 Millionen Arztbesuchen aufgrund der Grippe aus was nur halb soviele wie in besagtem schlimmsten Jahr wären. Das bedeutet das sie in diesem besagten Jahr von 7,6 Millionen ausgehen und nicht von 182 000! Die Grippe hatte noch nie eine größere Mortalitätsrate als etwas über einem Prozent im Gegensatz zum Coronavirus dessen Mortalitätsrate in Italien derzeit bei über 9% liegen dürfte !
Avatar #820807
Tim_Hauser
am Samstag, 21. März 2020, 09:35

@Panik0815 - Falsche Annahmen / Falsche Zahlen

@Panik0815:
Sie gehen von völlig falschen Zahlen aus, wenn Sie sagen das die Grippe eine Sterblichkeitsrate von 13% hatte. Das RKI schätzt das in der Grippe Session 2017/18 an die 9 Million Grippe infizierte gab. Wenn Sie zum Arzt gehen und Krankgeschrieben werden, nimmt ihnen doch in den seltesten Fällen der Arzt einen Abtrich ab und lässt es im Labor analysieren, sie werden einfach krankgeschrieben.
Die Grippe hat eine Letalität im Promille Bereich, Covid-19 hat nach Expertenschätzungen eine 10fache stärkere Sterblichkeitsrate.
Dazu kommt das sich viel mehr Menschen an diesen Virus anstecken werden, man schätzt 70% der Bevölkerung, das sind 50 Millionen Menschen in Deutschland.

Und nun rechnen Sie neu:
1% von 50Mio sind 500.000 Tote - mindestens!

Da bei sovielen Erkrankten das Gesundheitssystem komplett überlastet ist und die meisten Schwerkranken gar nicht mehr behandelt werden können, wird es nicht bei 1% Sterblichkeit bleiben, das sieht man in Italien wo die Sterblichkeit viel höher liegt.
Wenn sie dann bei 2% liegt, sind es schon eine Million, das sind die Fakten.

Und nun sagen Sie mir, was schlimmer ist, 4 Wochen zu Hause zu bleiben oder so viele Tote das man Massengräber anlegen müsste ..
Können Sie das mit Ihren Gewissen vereinbaren, ein Teil dazu beigetragen zu haben wenn es so kommen sollte?
Avatar #820726
Laie
am Freitag, 20. März 2020, 18:36

Pandemie(1918-20) oder Panik 2020?

Die Frage die sich Mir aufdrängt ist "Brend Eden oder ist es Abgebrannt". Die einen Bauschen auf die anderen Spielen runter. Die Aussage das Impfungen generell gut oder schlecht sind sind auch ein zweischneidiges Schwert. Die schlimmste Grippe die Ich jemals hatte war nach einer Impfung, deshalb Denke Ich es gibt immer die Möglichkeit das der Schuss nach hinten los geht wenn man sich Impfen Lässt. Die Aussage "Corona Ist ein Neuer und deshalb ein so gefährlicher Virus" die kann Ich nicht nachvollziehen wenn doch die Grippe generell jedes Jahr ein Neuer Virus(anders) ist.
Avatar #820359
Panik0815
am Freitag, 20. März 2020, 07:34

Wenn nicht dumm, was dann?

@DPohlmann: Angesichts der leeren Supermarktregale kann ich die Aussage in Ihrer Überschrift leider nicht ganz nachvollziehen. Toilettenpapier hilft nicht gegen Viren. Sagt Ihnen das etwas? Wenn ich ich mich auf der Welt so umschaue drängt sich mir der Verdacht auf, dass die Menschheit in vielerlei Hinsicht nicht gerade intelligent handelt. Aber gerne lasse ich mich eines besseren belehren.
Auch bei näherer Betrachtung Ihrer Vorausschau "Exponentielles Wachstum sowohl bei den Infizierten als auch bei den Toten" kann ich zunächst nicht erkennen welche Änderung das auf die Sterbequoten haben soll. Die Aussage von A.Kern sollte in diesem Zusammenhang nicht unbeachtet bleiben. Ich freue mich jedoch, Sie zu gegebener Zeit dann doch noch überzeugen zu können. Bis dahin wird leider einiges voll gegen die Wand gefahren sein.
Avatar #820103
A.Kern
am Donnerstag, 19. März 2020, 22:43

?

Kann jemand die Relationen im Hinblick auf die Maßnahmen gegen Apfel oder Birne klären?
Die Pandemie in China scheint vorbei zu sein.
Danke!
Avatar #820566
DPohlmann
am Donnerstag, 19. März 2020, 22:18

Die Dummheit wird zum Glück nicht siegen

@Panik0815: Wie vorher schon angemerkt werden von Ihnen Äpfel mit Birnen verglichen. Die Influenza-Saison 2017/2018 ist vorbei. Eine abschließende Analyse ist somit möglich. Die Corona-Pandemie hat gerade erst angefangen. Exponentielles Wachstum sowohl bei den Infizierten als auch bei den Toten (Prof. Drosten: "Die Infizierten von heute sind die Toten von morgen"): Sagt Ihnen das etwas?
Dass es heute "nur" 44 Tote gibt, heißt nicht, dass es in weniger als einem Monat nicht mehr als die 25.000 Grippetoten geben wird. Dann ist aber die Pandemie noch nicht verebbt. Dann können Sie ja Ihre Analyse nochmal faktenbasiert fortführen; ich lasse mich da gerne von Ihnen überzeugen, wenn die Zahlen Ihnen denn Recht geben.
Avatar #820359
Panik0815
am Donnerstag, 19. März 2020, 07:34

Die Dummheit siegt

Hier die Tatsachen:
Grippewelle 2017/2018 bestätigte Fälle: 182.000; Tote: 25.100 (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Das entspricht einer Quote von 13,8%
Aktuell haben wir in Deutschland 12.327 Corona-Infizierte und 28 Tote
Das entspricht einer Quote von 0,23%
Selbst in China ist die Quote aktuell niedriger als bei unserer Influenza-Grippewelle!
(bestätigte Coronafälle: 81137, Tote: 3249 = 4%)
Warum also die Panik? Warum die Hamsterkäufe? Wie verblödet ist die Menschheit, sich von den Medien verrückt machen zu lassen?
Avatar #820141
Chris-B
am Dienstag, 17. März 2020, 12:25

Test

Ich schlage vor, die Diskussion zu versachlichen. Ein Hinweis auf eine falsche Berechnungsgrundlage ist genauso wenig sinnvoll wie die Hysterie und Panikmache.
Faktenbasierte Entscheidungen würden mehr Vertrauen schaffen, als der aktuelle Aktionismus.
Ich hoffe auf korrekte Daten, klaren abgeleitete Maßnahmen und weniger Populismus.
Avatar #820076
neumat726
am Montag, 16. März 2020, 20:53

test

Und?? Wie siehts jetzt aus mit deinen Zahlen?!? Wohl bischen ziemlich viel schlechter, oder?! Das liegt daran das du nicht rechnen kannst und zweitens Birnen mit Äpfel vergleichst! So eine Pandemie mit dem unbekannten Virus (die noch in vollem Gange ist) hatten wir noch nicht! Die Grippe ist uns bekannt, es gibt ein Impfstoff und Medikamente, für Corona nicht!! Merkste was?! Wenn du das so toll findest dann biete dich doch als Testperson an! Wieviel Tote wir jetzt schon haben kann mal ja online einsehen, und da sind mit Sicherheit nicht alle Fälle dabei! Also wenn du das so harmlos und unwichtig findest wünsche ich dir noch viel Glück. Auf Wiedersehen... oder besser lieber nicht!
Avatar #812571
Pandabär
am Dienstag, 4. Februar 2020, 12:03

... und ich fliege doch wieder nach China!

China hat ca. 1.400 Mio. / ca. 1,4 Mrd. Einwohner und ca. 20.438 Corona-Grippe-Erkrankte. Das sind 0,0015% der Bevölkerung. Deutschland hat ca. 88. Mio. Einwohner und in Relation wären es 1.285 Corona-Grippe-Erkrankte, also 0,0015% der Bevölkerung.

China hat ca. 1.400 Mio. / ca. 1,4 Mrd. Einwohner und ca. 426 Corona-Grippe-Tote. Das sind 0,00003% der Bevölkerung. Deutschland hat ca. 88. Mio. Einwohner und in Relation wären es 27 Corona-Grippe-Tote, also 0,00003% der Bevölkerung.

2017 / 2018 gab es laut Statistischem Bundesamt in Deutschland ca. 25.000 Grippe-Tote zu beklagen! Das waren 0,02% der Bevölkerung.

Welche Fluggesellschaft stellte die Flüge von und nach Deutschland ein? Mir ist keine Fluggesellschaft bekannt.

Meldete die Tagesschau oder die Heute-Sendung die 25.000 Grippe-Toten auf Platz 1 der Nachrichten? Nein!

Was soll diese unbegründete Hysterie in Deutschland?
Avatar #592104
fette67
am Dienstag, 22. Oktober 2019, 22:24

@Mitdenker

Wer überschätzt die Grippeimpfung? Die Impfgegner?
Das die "Vaccine effectiveness" jedes Jahr anders ist, mal gut mal schlecht, ist allgemein bekannt und natürlich nicht befriedigend. Aber bis es nichts besseres gibt, immer noch besser, als nichts zu tun.
Avatar #592104
fette67
am Dienstag, 22. Oktober 2019, 22:11

@Gerich

Man sollte schon den ganzen Artikel lesen. Cherrypicking at its best.

"Seasonal inf uenza is an important public health and medical challenge. Pandemic influenza would cause a substantial burden of disease and seriously threaten the global economy. Based on a track record of substantial safety and moderate efficacy in many seasons, we believe the current influenza vaccines will continue to have a role in reduction of influenza morbidity until more eff ective interventions are available. However, evidence for consistent high-level protection is elusive for the present generation of vaccines, especially in individuals at risk of medical complications or those aged 65 years or older. The ongoing public health burden caused by seasonal influenza and the potential lobal effect of a severe pandemic suggests an urgent need for a new generation of more highly effctive and cross-protective vaccines that can be manufactured rapidly. New vaccines based on novel antigens that differ from the presently licensed vaccines are in development. Active partnerships between industry and government are needed to accelerate research, reduce regulatory barriers to licensure, and support financial models that favour the purchase of vaccines that provide improved protection. Active pursuit of this goal now will save lives every year and when the next influenza pandemic occurs. In the meantime, we should maintain public support for present vaccines that are the best intervention available for seasonal influenza."
Fazit: Aktuelle Impfstoffe nicht toll, aber bis es bessere gibt, die in Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden und der Industrie schnellstmöglich entwickelt werden sollten, die beste Wahl.
Avatar #779143
Gerich
am Dienstag, 1. Oktober 2019, 17:41

Was interessieren mich die Fakten, wenn ich genau weiss was ich erreichen will ?

Ob die Impfstoffe seit 2012 sehr viel besser geworden sind ? Damals brachte eine grosse Influenza-Metastudie in den USA jedenfalls ein ernüchterndes Ergebnis, das Herrn Spahn eher unglücklich machen würde. (Wenn es ihn interessieren würde.)
Gerade den alten Leuten brachte die Impfung nichts Gutes.

https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(11)70295-X/fulltext

"No published meta-analyses have assessed efficacy and effectiveness of licensed influenza vaccines in the USA with sensitive and highly specific diagnostic tests to confirm influenza.
(...)
Interpretation
Influenza vaccines can provide moderate protection against virologically confirmed influenza, but such protection is greatly reduced or absent in some seasons. Evidence for protection in adults aged 65 years or older is lacking. LAIVs consistently show highest efficacy in young children (aged 6 months to 7 years)."
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 1. Oktober 2019, 14:51

Grippeimpfung wird überschätzt...

...wie man hier evidenzbasiert unschwer nachlesen kann:

http://impf-info.de/die-impfungen/grippe/273-grippe-impfstoff-2018-2019-not-effective.html
Avatar #771555
Rosenkohl
am Dienstag, 1. Oktober 2019, 14:01

Dreifach enthielt nicht Yamagata B

Nützte bloß halt wenig. Geschätzt 69% der Todesfälle 2017/18 werden auf Yamagata B zurückgeführt (RKI Influenzabericht 2018-19, S. 47), die Dreifachimpfung wirkte aber nur Victoria B, vergl. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/16/wirkt-die-aktuelle-grippeimpfung.
Avatar #737432
Rollkragen
am Dienstag, 1. Oktober 2019, 11:11

Geimpft/Ungeimpft

Das ist eine wichtige Frage, daher kann man nicht einfach wie Herr Schätzler behaupten, dass der Dreifachimpfstoff "des Pudels Kern" sei. Der Anteil der Geimpften selbst unter den Risikogruppen ist relativ niedrig, daher ist anzunehmen, dass die meisten Todesfälle bei Ungeimpften aufgetreten sind, es also keine Rolle gespielt hat, ob ein Dreifach- oder Vierfachimpfstoff zur Verfügung stand. Laut RKI waren in der Bevölkerung 2016/2017 gerade einmal 34,8 % der Personen über 60 Jahre geimpft.
Avatar #788392
FalcoKubny
am Dienstag, 1. Oktober 2019, 10:37

Schätzungen zu Folge?

Was heißt denn Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland dem Land der "medizinischen Überversorgung" keine belastbaren Zahlen von Influenza Toten?
Avatar #778771
B.Schmidt
am Dienstag, 1. Oktober 2019, 08:37

Influenza 17/18

Danke, für den guten Beitrag!
Avatar #776577
doc_didier
am Montag, 30. September 2019, 23:09

Waren die 25000 alle ungeimpft?

Waren die 25000 alle ungeimpft?
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Montag, 30. September 2019, 19:41

Influenza: Exzess-Mortalität 2017/2018

Das RKI verschweigt die eigentliche Ursache für die Exzess-Mortalität 2017/2018 bei der Influenza-Epidemie.

Tatsache ist, dass die WHO bereits am 21.2.2013 neben dem 3-fach-Impfstoff unter anderem auch eine 4-fach-Vakzine empfohlen hat:

"Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2013-14 northern hemisphere influenza season
21 February 2013
It is recommended that trivalent vaccines for use in the 2013-14 influenza season (northern hemisphere winter) contain the following:
an A/California/7/2009 (H1N1)pdm09-like virusa;
an A(H3N2) virus antigenically like the cell-propagated prototype virus A/Victoria/361/2011b*;
a B/Massachusetts/2/2012-like virus.
It is recommended that quadrivalent vaccines containing two influenza B viruses contain the above three viruses and a B/Brisbane/60/2008-like virusc.
a A/Christchurch/16/2010 is an A/California/7/2009-like virus;
b A/Texas/50/2012 is an A(H3N2) virus antigenically like the cell-propagated prototype virus A/Victoria/361/2011;
c B/Brisbane/33/2008 is a B/Brisbane/60/2008-like virus."
http://www.who.int/influenza/vaccines/virus/recommendations/2013_14_north/en/

Entsprechende Empfehlungen gab es bereits für die Influenza-Saison 2014/2015
http://www.who.int/influenza/vaccines/virus/recommendations/2014_15_north/en/
und für 2015/2016
http://www.who.int/influenza/vaccines/virus/recommendations/2015_16_north/en/
bzw. für 2016/2017:
"Recommended composition of influenza virus vaccines for use in the 2016-2017 northern hemisphere influenza season
25 February 2016
It is recommended that trivalent vaccines for use in the 2016-2017 influenza season (northern hemisphere winter) contain the following:
an A/California/7/2009 (H1N1)pdm09-like virus;
an A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)-like virus;
a B/Brisbane/60/2008-like virus.
It is recommended that quadrivalent vaccines containing two influenza B viruses contain the above three viruses and a B/Phuket/3073/2013-like virus."
http://www.who.int/influenza/vaccines/virus/recommendations/2016_17_north/en/

Aber von angemessener Selbstkritik keine Spur. In Deutschland wurde aus Gründen falsch verstandener Sparsamkeit in der GKV nur der trivalente, und nicht der teurere tetravalente Influenza-Impf-Stoff, wie heutzutage selbstverständlich, zur Verfügung gestellt.

Das ist des Pudels Kern.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
LNS

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