NewsVermischtesGeschlossene Apotheken dürfen weiter Pflegeheime beliefern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Geschlossene Apotheken dürfen weiter Pflegeheime beliefern

Montag, 30. September 2019

apotheke-dpa-121086265

Köln – Die drei Kölner Apotheken, die nach dem Tod einer jungen Mutter und ihres Babys durch ein vergiftetes Glukosearzneimittel vorsorglich geschlossen wurden, dürfen weiter­hin Pflegeheime beliefern.

Die Medikamente würden jedoch von einem externen Unternehmen geliefert und in den Apotheken nur umverpackt, erklärte das Ge­sund­heits­mi­nis­terium auf Nachfrage. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Außerdem gebe es im aktuellen Fall strenge Kontrollen durch ein Vier-Augen-Prinzip, Dokumentationspflichten und Stich­proben der Behörden.

Anzeige

Grund dafür, dass die eigentlich geschlossenen Apotheken diese Aufgabe weiter ausfüh­ren dürfen, sind Versorgungsverträge, die Apotheken mit Pflegeheimen abschließen. Die­se sind nicht einfach auf andere Apotheken übertragbar, da sensible Patientendaten wei­ter­gegeben werden müssten – und dafür bräuchte es die Zustimmung jedes einzelnen Be­­troffenen.

Die eingesetzte Mordkommission ist unterdessen weiter damit beschäftigt, Zeugen zu ver­nehmen und Beweis­­mittel zu untersuchen. Am Wochenende war weiterhin unklar, ob es sich bei dem vergifteten Arzneimittel aus einer Kölner Apotheke um ein tragisches Versehen oder um Vorsatz handelte.

Die 28-Jährige und ihr Säugling starben vor rund eineinhalb Wochen, einige Tage später informierten die Behörden die Öffentlichkeit und schlossen vorsorglich drei Apotheken des Verbundes. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #643798
hasler
am Montag, 30. September 2019, 19:19

Das ist Zynismus...

... wie man ihn sich nicht schlimmer vorstellen kann.
Merkt das keiner?
LNS

Nachrichten zum Thema

20. November 2019
Sydney – Die regelmäßige Einnahme von Statinen hat in einer prospektiven Beobachtungsstudie die kognitiven Fähigkeiten von älteren Patienten nicht beeinträchtigt. Bei Patienten mit Herzerkrankungen
Studie findet keine Hinweise auf kognitive Störungen im Alter durch Statineinnahme
19. November 2019
Boston – Nicht an HIV erkrankte Kinder, deren HIV-positive Mütter während der Schwangerschaft mit dem antiretroviralen Wirkstoff Efavirenz behandelt wurden, wiesen in einer prospektiven Kohortenstudie
HIV: Mikrozephalie durch pränatale Exposition mit Efavirenz
18. November 2019
Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat sich gegen Pläne ausgesprochen, dass Apotheker in Zukunft impfen dürfen. Impfungen seien eine komplexe ärztliche Aufgabe, die nicht
KV Niedersachsen gegen Impfung in der Apotheke
15. November 2019
Amsterdam – Wenige Wochen vor dem neuen Brexit-Datum hat die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA ihre Übersiedlung von London nach Amsterdam weitgehend abgeschlossen. Das eigens dafür errichtete
Arzneimittel-Agentur der EU im neuen Sitz in Amsterdam
14. November 2019
Berlin – Das Masernschutzgesetz von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) ist heute nach seiner zweiten und dritten Lesung im Bundestag gegen die Stimmen der AfD-Fraktion und bei einigen
Bundestag beschließt Masernschutzgesetz
14. November 2019
Liverpool – Einen neuen Überblick über den Stand des Wissens zur Add-On-Therapie von Epilepsien mit dem Medikament Topiramat hat die Cochrane Epilepsy Group herausgegeben (doi
Neuer Cochrane-Report zu Topiramat bei Epilepsie
13. November 2019
Bonn – In Deutschland hat es bisher noch keinen schwerwiegenden Zwischenfall in einer klinischen Prüfung von Arzneimitteln gegeben. Darauf hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER