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Krankenhäuser weiter unter hohem Kostendruck

Dienstag, 1. Oktober 2019

/upixa, stockadobecom

Frankfurt – Die wirtschaftliche Situation der deutschen Krankenhäuser ist laut der Wirt­schaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) weiterhin schwierig. Die Kliniken in öffentlicher, privater und freigemeinnütziger Trägerschaft stehen danach weiterhin unter hohem Kostendruck, ihre wirtschaftliche Situation habe sich gegenüber dem Vorjahr sogar verschlechtert.

PwC hat für seine Krankenhaus-Benchmarking-Studie die Jahresabschlüsse des Jahres 2018 von mehr als 100 Kliniken in Deutschland analysiert und die wichtigsten Kennzah­len miteinander verglichen.

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Öffentliche Krankenhäuser erhalten danach unter allen Trägerschaften die meisten För­der­mittel. Bei ihnen liegt die Fördermittelquote – das ist das Verhältnis der fördermittel­finanzierten Abschreibungen zu den gesamten Abschreibungen – bei 68 Prozent. Demge­genüber erhalten private und freigemeinnützige Einrichtungen weniger Fördermittelzu­wendungen (49 beziehungsweise 52 Prozent).

„Die höhere Förderquote bei den öffentlichen Kliniken ist in Deutschland historisch ge­wachsen“, erläuterte Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC. Möglich sei aber auch, dass diese Kliniken häufiger über ein geringeres Mittelpols­ter verfügten und deshalb mehr forderten „und gegebenenfalls von den Vergabestellen bevorzugt werden“, so Burkhart.

Die Studie untersucht unter anderem die Material- und Personalaufwandsquote. Sie gibt Aufschluss darüber, wie wirtschaftlich Krankenhäuser arbeiten. Die Quote ist 2018 bei den öffentlichen Kliniken mit 92 Prozent des Umsatzes laut PwC „sehr hoch“ (2017: 91 Prozent). Somit verbleiben ihnen von 100 Euro nur acht Euro für notwendige Instandhal­tungen, die Finanzierung und weitere Ausgaben.

Bei den freigemeinnützigen Kliniken liegt die Quote bei 87 Prozent (2017: 86 Prozent). Am effizientesten arbeiten private Kliniken mit einer Material- und Personalaufwands­quote von 83 Prozent (2017: 82 Prozent). „Die Kennzahlen zeigen insgesamt, dass die Kliniken wirtschaftlich schlechter dastehen als 2017“, fasst Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC, die Ergebnisse zusammen.

Bei der Modernisierungsquote, das ist das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibun­gen, der in der Studie erfassten Kliniken zeigt sich laut PwC, dass die Infra­strukturen der Einrichtungen aller Trägerschaften moderner werden. Liegt die Quote über 100 Prozent, übersteigen die Investitionen im Geschäftsjahr die jährlichen Abschrei­bungen.

Den höchsten Modernisierungsgrad weisen mit 173 Prozent die freigemeinnützigen Klini­ken auf, gefolgt von Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft (145 Prozent) und den privaten Einrichtungen (111 Prozent). „Die privaten Kliniken haben die Notwendigkeit zur Modernisierung früh erkannt und reduzieren nun schrittweise ihre Investitionen“, sagte Burkhart. Die öffentlichen und freigemeinnützigen Einrichtungen hätten demgegenüber ihre aktuelle Investitionsrunde noch nicht abgeschlossen, so seine Interpretation der Zahlen. © hil/aerzteblatt.de

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