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Medizinische Bildgebung: Uniklinik Augsburg untersucht Unter- und Überversorgung

Mittwoch, 2. Oktober 2019

/zinkevych, stockadobecom

Augsburg – Die Zahl der bildgebenden Verfahren in der Medizin ist in den vergangenen Jahren dank des medizinischen Fortschritts stark gewachsen. Eine Arbeitsgruppe um Thomas Kröncke, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Augsburg (UKA), hat gemeinsam mit vier Kooperationspartnern ein Projekt zur Unter- und Überversorgung mit medizinischer Bildgebung entwickelt, dass Fehlentwicklungen vermeiden helfen soll. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) fördert die MIDAS-Studie im Rahmen seines Innovationsausschusses mit rund einer Million Euro.

Eine Entscheidungshilfe für Ärzte sind laut Kröncke Clinical Decision Support Systems (CDSS). Auf der Basis von Leitlinien und Empfehlungen medizinischer Fachgesellschaften ermöglichen sie es dem Arzt, sich schnell über die richtige Bildgebung in einer Entschei­dungssituation zu informieren. „Offenbar sind die Amerikaner vom positiven Nutzen von CDSS so überzeugt, dass die Einführung dieser Systeme ab 2021 für jede Klinik dort zur Pflicht wird“, erklärte Kröncke.

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Die MIDAS-Studie solle nun prüfen, ob sich Über- und Unterversorgung bei bildgebenden Verfahren durch Anwendung der elektronischen Entscheidungshilfe auch am Universitäts­kli­nikum Augsburg vermeiden und die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern lasse. Die anderen Teilnehmer der Studie und Kooperationspartner sind die Universitäts­klinika der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität Lübeck sowie das Erasmus University Medical Center Rotterdam und das Universitätsklinikum Mainz.

Die Studie soll in diesem Herbst beginnen und über zwei Jahre laufen. „Der Erfolg des Projekts gibt dem Forschungsschwerpunkt Medical Information Sciences der Augsburger Universi­tätsmedizin einen wichtigen Impuls. „Universität und Universitätsklinikum arbeiten in die­sem Forschungsbereich eng zusammen“, erklärte Martina Kadmon, Gründungsdekanin des UKA. © hil/aerzteblatt.de

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