NewsÄrzteschaftHartmannbund mahnt Strategie für Verbesserung der Gesundheitskompetenz an
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hartmannbund mahnt Strategie für Verbesserung der Gesundheitskompetenz an

Dienstag, 1. Oktober 2019

/didesign, stock.adobe.com

Berlin – Der Hartmannbund (HB) in Westfalen-Lippe fordert von der Landesregierung einen strukturierten Maßnahmenplan, um die Bevölkerung in Gesundheitsfragen kompe­tenter zu machen. „Wir können und müssen die Defizite in der Gesundheitskompetenz durch inno­vative und geeignete Maßnahmen überwinden“, sagte Hans-Peter Peters, stell­vertretender Vorstandsvorsitzender des HB-Landesverbandes.

Der HB fordere die Landesregierung auf, die Sachkom­petenz der Ärzte bei der Entwick­lung notwendiger Instrumente einzubeziehen. Er betonte, Gesundheitskompetenz spiele in einem solidarisch finanzierten Gesundheitssystem eine bedeutende Rolle. „Ihre lang­fris­tige Verbesserung ist ausschlaggebend für unsere zukünftige Versorgung“, so Peters.

Anzeige

Der HB verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie, die im Zusam­men­hang mit dem Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz erstellt worden ist. Danach sieht sich über die Hälfte der Deutschen vor Probleme gestellt, wenn sie gesund­heitsrelevante Informationen im Alltag erschließen soll.

„Dieser Gruppe fällt es eigenen Angaben zufolge schwer, gesundheitsbezogene Informati­o­nen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und auf die eigene Lebenssituation anzuwen­den. Das erschwert es ihnen, im Alltag Entscheidungen zu treffen, die für ihre Gesundheit förderlich sind“, heißt es dazu auf der Webseite des Nationalen Aktionsplans Gesund­heits­­kom­pe­tenz.

Der HB fordert daher unter anderem, in Schule und Ausbildung mehr Gesundheits­kom­petenz zu vermitteln. Auch am Arbeitsplatz sollte Gesundheitskompetenz laut dem HB Thema sein. Der Verband hebt außerdem die Rolle von validierten digitalen Angeboten hervor, zum Beispiel Gesundheits-Apps. Sie können laut dem HB Ärzte und andere Mitar­beiter im Gesundheitswesen in ihrer täglichen Aufklärungsarbeit unterstützen.

Der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz wurde bereits vor rund 1,5 Jahren dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium übergeben. Er umfasst 15 Empfehlungen, die verschiede­ne gesellschaftlichen Akteure einbinden und darauf abzielen, das Gesundheitssystem nut­zerfreundlicher zu gestalten und die Gesundheitskompetenz des Einzelnen zu fördern.

Der „Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ geht auf eine Initiative der betei­lig­ten Wissenschaftler zurück und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheits­ministers. Die Robert Bosch Stiftung und der AOK-Bundesverband haben die Arbeit ge­fördert. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. Oktober 2020
Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) und das Onlinelexikon Wikipedia wollen den Zugang zu verlässlichen Informationen über das Coronavirus und die Krankheit COVID-19 erleichtern. Eine
Wikipedia und WHO kooperieren bei Infos zu Corona
16. Oktober 2020
Köln – Mit dem Fachheft „Expertise zur Suchtprävention 2020“ hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine wissenschaftlich basierte Handreichung vorgelegt. Ziel ist es, damit
BZgA bringt suchtpräventive Forschung und Praxis zusammen
13. Oktober 2020
Brüssel – Die Europäische Union (EU) will Arbeitnehmer besser vor arbeitsbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen schützen. Eine entsprechende Aufklärungskampagne startete die EU-Agentur für
EU: Mehr Schutz gegen arbeitsbedingte Muskel- und Skelettkrankheiten
8. Oktober 2020
Innsbruck – Patienten mit Lungenerkrankungen wie Asthma und der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) haben während des Coronalockdown in diesem Frühjahr Arztbesuche gemieden und für
Asthma- und COPD-Patienten informieren sich in Coronakrise online
25. September 2020
New York – Mehrere UN-Organisationen haben vor fatalen Auswirkungen durch Falschmeldungen in der Coronapandemie gewarnt. „Fehlinformationen kosten Leben. Ohne das entsprechende Vertrauen und die
UN-Organisationen: Falschmeldungen gefährden die Corona-Bekämpfung
24. September 2020
Berlin – Die vielfältigen Auswirkungen der Coronapandemie führten für viele Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen zu hohen Belastungen und Veränderungen ihrer Lebenssituation. Darauf wies
Gehörlosenbund fordert besseren Zugang zu Gesundheitsinformationen
23. September 2020
Berlin/Köln – In Berlin wurden gestern elf Kommunen für ihre vorbildlichen und wirkungsvollen Aktivitäten zur Suchtprävention ausgezeichnet. Die Preisverleihung war der Abschluss des 8. bundesweiten
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER