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Ärzteschaft

Positives Fazit nach zehn Jahren hausarztzentrierter Versorgung in Baden-Württemberg

Mittwoch, 2. Oktober 2019

/Alexander Raths, stock.adobe.com

Stuttgart – Der Hausärzteverband Baden-Württemberg, MEDI Baden-Württemberg sowie mehr als 50 Betriebskrankenkassen haben nach zehn Jahren hausarztzentrierter Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg ein positives Fazit gezogen.

„Nach zehn Jahren HZV-Vertrag haben sich die Arbeitsbedingungen der Hausärzte in vielfältiger Weise verbessert, was der Versorgung unserer Patienten zugutekommt“, sagte Berthold Dietsche, erster Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg. Die Hausarztpraxen seien für die Patienten wieder ihr erster Ansprechpartner und könnten ihnen helfen, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden.

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„Gerade für Kollegen, die um eine Nachfolge bemüht sind, kann die HZV ein entscheidender positiver Faktor bei der Suche sein. Die Kollegen können aufgrund von kalkulierbaren HZV-Einnahmen ihr Risiko viel besser abschätzen und sich mit realen Eurobeträgen auf die Niederlassung vorbereiten. Ohne HZV würde die Situation im Land an vielen Stellen schlechter aussehen“, betonte Dietsche.

An dem Vertrag, der unter dem Namen „BKK.Mein Hausarzt“ läuft, nehmen mehr als 2.500 Ärzte und mehr als 145.000 Versicherte teil. Laut den Ärzteverbänden und den BKKen hat er „richtungsweisende Fortschritte“ ermöglicht. Zum Beispiel reduziere der Vertrag die bürokratischen Aufgaben in der Praxis, etwa durch eine einfachere Abrechnung.

„BKK.Mein Hausarzt fördert nachweislich für alle Patienten eine schnellere, gezieltere und bessere medizinische Versorgung. Dabei arbeiten Haus- und Fachärzte enger zusammen und eingeschriebene Versicherte bekommen schnellere Termine bei den Fachärzten – auch ohne dass sie sich an Terminservicestellen wenden müssen“, sagte der Vorstandsvorsitzende von MEDI Baden-Württemberg, Werner Baumgärtner.

Die Verbände weisen in diesem Zusammenhang auf die Arbeit besonders qualifizierter Versorgungassistentinnen in der Hausarztpraxis hin, kurz VERAH®s. Zum Beispiel diene das Vertragsmodul „VERAH TopVersorgt“ der intensiveren Betreuung von Patienten mit höher­gradiger Herzinsuffizienz oder Diabetes mellitus Typ 2. Dabei unterstütze und schule die Fachkraft Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung. Laut einer Befragung sehen sich 96 Prozent der befragten Hausärzte in ihrer Arbeit durch die VERAH entlastet.

„Der Hausarzt ist für uns Dreh- und Angelpunkt einer guten medizinischen Versorgung. Deshalb ist der Hausarztvertrag so wichtig für unsere Versicherten. Zu seinem Erfolgsrezept gehört auch, dass wir ihn im Laufe der Jahre weiterentwickelt haben, zum Beispiel indem wir ihn um Versorgungsmodule für Patienten mit Adipositas, Herzinsuffizienz und Diabetes erweiterten“, sagte Dagmar Stange-Pfalz, Vorsitzende des Vertragsausschusses der BKK Vertragsarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg, gemeinsam mit Frau Gertrud Prinzing, Vorstand der Bosch BKK, stellvertretend für die BKKen im Land.

Sie kündigten an, gemeinsam mit den Ärzteverbänden die Versorgung der Patienten im Rahmen des Vertrages „BKK.Mein Hausarzt“ auch in Zukunft weiterzuentwickeln. © hil/aerzteblatt.de

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