NewsÄrzteschaftHessische Hausärzte können Anträge auf Unterstützung durch Gemeindeschwester stellen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hessische Hausärzte können Anträge auf Unterstützung durch Gemeindeschwester stellen

Mittwoch, 2. Oktober 2019

/Monkey Business; stock.adobe.com

Frankfurt am Main – Hausärzte in Hessen und die Kommunen des Bundeslandes können ab sofort Anträge auf Unterstützung durch eine Gemeindeschwester stellen. „Wir möchten Menschen, die Hilfe brauchen, aber selbst keinen Weg finden, diese zu organisieren, mit einem Beratungsangebot von Gemeindeschwestern unterstützen“, sagte die hessische Staatssekretärin für Soziales und Integration, Anne Janz.

Die Gemeindeschwester soll ältere Menschen zu Hause besuchen und sich ein Bild von der Versorgungssituation verschaffen, um anschließend in enger Abstimmung mit den Betroffenen Unterstützungsleistungen anzuregen und zu koordinieren. Auf diese Weise soll sie Menschen in ihrer persönlichen Lebenssituation stärken, dazu beizutragen, eine Verein­samung im Alter zu vermeiden und für eine möglichst langwährende Selbstständigkeit sorgen. Dabei gehe es auch darum, den Eintritt von Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich zu vermeiden, so Janz. Darüber hinaus könne das Programm die hausärztliche Praxis entlasten.

Anzeige

Für den Einsatz von Gemeindeschwestern stehen laut der Staatssekretärin im Haushaltsplan des Landes von 2020 bis 2024 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Förderung soll es Kommunen und Hausärzten ermöglichen, Gemeindeschwestern anzustellen, die mit den örtlichen Altenhilfestrukturen zusammenarbeiten.

Die Förderausschreibung „Gemeindeschwester 2.0“ ist Teil der Offensive „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ und soll die Lücke zwischen medizinischer und psychosozialer Versorgung für Menschen schließen, die noch keinen Pflegebedarf im Sinne des elften Sozialgesetz­buches haben. Antragsberechtigt sind Hausärzte sowie Kommunen, die eine entsprechend qualifizierte Fachkraft als Gemeindeschwester einsetzen möchten.

Für die Förderrunde 2020 können ab sofort Anträge bis zum 30. Oktober 2019 eingereicht werden. „Im Antrag sollte ein erkennbares Konzept zur Ausweitung der bisherigen Tätig­keiten im Bereich der sozialen Unterstützung älterer Menschen enthalten sein“, hieß es aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

8. Oktober 2019
München – Die Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin (KoStA) in Bayern hat im vergangenen Jahr 84 Weiterbildungsverbünde in Bayern betreut, damit ist das Bundesland laut Lan­des­ärz­te­kam­mer Bayern (BLÄK)
Weiterbildungsverbünde für Allgemeinmedizin decken ganz Bayern ab
2. Oktober 2019
Stuttgart – Der Hausärzteverband Baden-Württemberg, MEDI Baden-Württemberg sowie mehr als 50 Betriebskrankenkassen haben nach zehn Jahren hausarztzentrierter Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg ein
Positives Fazit nach zehn Jahren hausarztzentrierter Versorgung in Baden-Württemberg
27. September 2019
Berlin – Die Delegiertenversammlung des Deutschen Hausärzteverbandes (DHÄV) hat heute in Berlin seinen langjährigen Bundesvorsitzenden Ulrich Weigeldt (69) wiedergewählt. Für den Hausarzt aus Bremen
Weigeldt als Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes wiedergewählt
26. September 2019
Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband (DHÄV) will die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) weiter ausbauen und möglichst flächendeckend ausrollen. Das sei eine der Hauptaufgaben des Verbandes in den
Hausärzteverband will hausarztzentrierte Versorgung weiter ausbauen
11. September 2019
Erfurt – Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linke) kann sich die Einführung von Gemeindeschwestern mit medizinischer Ausbildung in Thüringen vorstellen. Es gebe bereits das Modell „Schwester
Gemeindeschwestern könnten Modell für Thüringen sein
10. September 2019
Kiel – Die Verfügbarkeit eines Hausarzts ist für viele Schleswig-Holsteiner wichtiger als gute Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe oder schnelles Internet. Dies geht aus einer Forsa-Umfrage hervor, die
Hausarztversorgung hat für viele Schleswig-Holsteiner höchsten Stellenwert
22. August 2019
Saarbrücken – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland befürchtet, dass sich der Hausärztemangel im Land weiter verschärfen wird. Aktuell gebe es 40 freie Hausarztstellen, die Zahl werde sich
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER