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Politik

Hessens erstes Dorf für Demenzkranke wird deutlich teurer

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Hohenroda – Hessens erstes Dorf für Demenzkranke, das im osthessischen Hohenroda geplant wird, wird laut Prognosen immer teurer. Das Projekt schlägt mittlerweile mit rund elf Millionen Euro zu Buche, wie Bürgermeister Andre Stenda (parteilos) mitteilte. Vor zweieinhalb Jahren, als einige Details noch nicht berücksichtigt waren, seien es 7,5 Millio­nen Euro gewesen. Ein weiterer Grund für den Anstieg: generell wachsende Baukosten, so Stenda.

Hohenroda versucht nun, öffentliche Gelder zu bekommen: „Ohne Fördergelder kann für das so wichtige Projektvorhaben keine Wirtschaftlichkeit garantiert werden. Hier wird die finanzielle Unterstützung von Landes- und Bundesmitteln notwendig sein.“

Unterdessen hat Hohenroda einen potenziellen Betreiber für die Einrichtung gefunden. Das Unternehmen IB Südwest gGmbH sei bereit für die Aufgabe, eine Vertragsunterschrift fehle aber noch, sagte Stenda.

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Organisatorisch gesehen läuft derzeit die Bauleitplanung zur Schaffung des Baurechts. Die Träger öffentlicher Belange werden zu den Plänen gehören. Dabei wird überprüft, ob etwa aus Naturschutz-Gründen etwas gegen das Projekt spricht.

Im Ortsteil Mansbach soll eine Wohnanlage speziell für Demenzkranke entstehen. Geplant sind 50 bis 60 Wohneinheiten auf dem 11.000 Quadratmeter großen Gelände eines früheren, aufgelösten Tierparks.

Die Idee entstand bei der Suche nach einer Möglichkeit zur neuen Nutzung. Die Bewohner sollen in einer auf das Krankheitsbild spezialisierten und darauf abgestimmten Einrichtung leben. Bundesweit gebe es bislang nur eine derartige Einrichtung, sagte Stenda. Diese wurde 2014 in Tönebön bei Hameln (Niedersachsen) eröffnet.

Demenz zählt zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Heilungschancen für den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit gibt es bisher nicht. Bundesweit sind nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaftsindrund 1,7Millionen Menschen an Demenz erkrankt. © dpa/aerzteblatt.de

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