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Politik

Laumann rechtfertigt andauernde Schließung von drei Kölner Apotheken

Mittwoch, 2. Oktober 2019

picture alliance

Düsseldorf – Nach dem weiter ungeklärten Tod einer Frau und ihres Babys durch vergiftete Glukose bleiben drei Kölner Apotheken vorerst geschlossen. „Wir prüfen jeden Tag, ob es eine neue Lage gibt“, sagte NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) heute am Rande des Gesundheitsausschusses des Landtags. So lange Vorsatz bei der Vergiftung der Glukose-Mischungen nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Gesundheitsschutz „absoluten Vorrang“.

Der betroffene Betreiber einer Kölner Apotheke hatte auf Wiedereröffnung geklagt und eine einstweilige Verfügung gegen die Stadt beantragt. Auch die SPD im Gesundheitsausschuss erklärte, dass der Gesundheitsschutz über allem stehen müsse. Die Apotheken müssten geschlossen bleiben, so lange der Fall nicht aufgeklärt sei.

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Die 28-Jährige und ihr durch einen Notkaiserschnitt geborenes Baby starben am 19. September, nachdem die Frau die Glukose-Mischung eingenommen hatte. Das Präparat war Teil eines Routinetests auf Diabetes in der Schwangerschaft.

Erst einige Tage später wurde die Öffentlichkeit informiert und der betroffenen Apotheke untersagt, Medikamente abzufüllen oder selbst zu mischen. Weitere drei Tage später, am 26. September, ordneten Land und Bezirksregierung die Schließung der Apotheke und zweier weiterer des gleichen Verbundes an.

Unterdessen haben die Ermittler in einem Tütchen einer weiteren Patientin Spuren der toxischen Substanz festgestellt. Dabei handele es sich nur um sehr geringe Spuren, „die bei einer Einnahme offenbar nicht gesundheitsschädigend gewesen wären”, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln am Mittwoch auf Anfrage.

Die Patientin hatte das Tütchen nach einem Aufruf der Behörden abgegeben. Der Inhalt war dann vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Köln untersucht worden. Weitere Personen hätten sich auf den Aufruf nicht gemeldet. Um welche toxische Substanz es sich in dem Glukosemittel beziehungsweise Tütchen genau handelt, wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen bisher nicht sagen. © dpa/aerzteblatt.de

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