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Medizin

Erneuter Bypass ist mit besserem Überleben assoziiert als perkutane Koronarintervention

Freitag, 4. Oktober 2019

/muratolmez, stockadobecom

Rochester – Treten bei Patienten, die bereits einen koronaren Bypass haben, erneut Schmerzen in der Brust auf, könnte eine zweite Koronararterienbypass-Operation die bessere Wahl sein – im Vergleich zur bislang bevorzugten perkutanen Koronarintervention (PCI). Zu diesem Ergebnis kommt eine in Mayo Clinic Proceedings veröffentlichte Studie (doi: 10.1016/j.mayocp.2019.01.048).

Die Kohortenstudie basiert auf den Daten von 1.612 Patienten, die von 2000 bis 2013 in der Mayo Clinic in Rochester behandelt wurde. Sie zeigt, dass sich das Gesamtüberleben durch eine wiederholte Koronararterienbypass-Operation im Vergleich zur PCI verbesserte. Es betrug in der Bypass-Gruppe nach 10 Jahren 48 % und in der PCI-Gruppe 33 %.

Die meisten früheren Studien hatten dagegen im Vergleich zur PCI ein ähnliches Gesamt­überleben bei wiederholter koronarer Bypass-OP festgestellt. Diese Ergebnisse seien deshalb von entscheidender klinischer Bedeutung, schreiben die Autoren um Chaim Locker vom Department of Cardiovascular Surgery an der Mayo Cinic. „Derzeit gilt die PCI als erste Wahl für Patienten, die nach einer früheren Koronararterienbypass-Operation einen erneuten Eingriff benötigen“, so Locker in einer Mitteilung der Klinik. „Unsere Daten belegen jedoch einen klaren Gesamtüberlebensvorteil bei wiederholter koronarer Bypass-Opera­tion.“

In der Studie zeigte sich auch, dass die Anzahl der Patienten, die sich wiederholt einer Koronararterienbypass-Operation unterzogen, in den letzten Jahren dramatisch zurückging. Zwar ist das frühe Mortalitätsrisiko bei Patienten mit wiederholter Koronararterienbypass-Operation höher: Auch in der Studie der Mayo Clinic war die 30-Tages-Mortalität in der Bypass-Gruppe erhöht, aber das Langzeit-Mortalitätsrisiko war gegenüber PCI-Patienten um 28 % gesenkt.

„Unsere Studie umfasst eine aktuellere Gruppe von Patienten als frühere Studien und sie vergleicht die Verwendung moderner Operationstechniken mit dem Einsetzen von Stents“, erläutert Locker mögliche Gründe für den klaren Gesamtüberlebensvorteil von Bypass-Wiederholungspatienten. „Dieser potenzielle Vorteil sollte bei der Behandlungsent­schei­dung nach einer früheren koronaren Bypass-Operation berücksichtigt werden.“ © nec/aerzteblatt.de

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Avatar #766783
gjanssen
am Freitag, 4. Oktober 2019, 18:08

Re-CABG versus Stenting

Die Daten zeigen eine „Nicht-Unterlegenheit“ bei DES-Implantation, bei deutlich erhöhter Mortalität in den ersten 30 Tagen Post-OP. Bei 60% der Pat. wurde beim 2.-Eingriff ein IMA-Graft genommen. Würde dieses Gefäß schon bei der ersten OP verwendet bleibt für die Re-Op nur ein Venengraft, was die Langzeitdaten deutlich verschlechtern würde.
Somit ist der Artikel eher ein Statement gegen eine Re-Operation.
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