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Politik

Kein Anhaltspunkt für Zusatznutzen der Kombination Dapagliflozin/ Metformin bei Diabetes Typ 2

Freitag, 4. Oktober 2019

/DragonImages, stockadobecom

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht bei der fixen Kombination ausund Metformin zur Behandlung von Erwach­senen mit Diabetes mellitus Typ 2 keinen Zusatznutzen zur zweckmäßigen Vergleichs­therapie. Das geht aus einer Nutzenbewertung des IQWiG hervor.

Grund für die Bewertung ist, dass der pharmazeutische Unternehmer laut dem Institut für die vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss vorgegebenen Indikationen keine relevanten Daten geliefert hat. Der G-BA hatte das IQWiG beauftragt, folgende Behandlungssituationen zu untersuchen:

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Dapagliflozin/ Metformin bei Patienten, bei denen der Blutzucker mit der maximal verträg­lichen Dosis von Metformin allein nicht ausreichend kontrolliert wird undDapagli­flozin/ Metformin in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln einschließlich Insulin bei Patienten, bei denen der Blutzucker mit Metformin und diesen Arzneimitteln nicht ausreichend kontrolliert wird.​

Darüber hinaus ist Dapagliflozin/ Metformin für erwachsene Patienten zugelassen, die bereits mit der Kombination aus Dapagliflozin und Metformin als separate Tabletten behandelt wurden.

„Der pharmazeutische Unternehmer folgt zum einen nicht der Festlegung des G-BA zur Einteilung des Anwendungsgebiets in die verschiedenen Patientengruppen sowie zur zweckmäßigen Vergleichstherapie“, schreiben die IQWiG-Autoren. Zum anderen bearbeite der pharmazeutische Unternehmer das Anwendungsgebiet Diabetes mellitus Typ 2 nicht vollumfänglich, sondern beschränke seine Ausführungen auf Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko, so die Kritik der IQWiG-Autoren. © hil/aerzteblatt.de

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