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Ärzteschaft

Hygienekosten im Durchschnitt bei über 24.000 Euro je Vertragsarztpraxis

Mittwoch, 2. Oktober 2019

/freepeoplea, stock.adobe.com

Berlin – Die Hygieneleistungen verursachen in Vertragsarztpraxen relevante Kosten: Im vergangenen Jahr mussten die Praxen durchschnittlich 24.287 Euro dafür aufwenden – einschließlich der Fortbildungen von Hygienefachpersonal. Diese Zahl hat das Zentral­institut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) ermittelt. Dialyseleistungen sind darin nicht berücksichtigt.

Basis ist eine aktuelle Zi-Erhebung. In die Auswertungen sind 1.855 Praxen eingegangen. Hiervon haben 433 Praxen ambulante Operationen durchgeführt, 1.001 Praxen arbeiten rein konservativ und 386 Praxen sind invasiv tätig. 35 Praxen führen Dialysen durch – ihre Hygienekosten hat das Zi in die Durchschnittszahl nicht mit aufgenommen, da ihre Hygiene­kosten überdurchschnittlich hoch sind.

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Laut der Auswertung kommen rein konservativ tätige Praxen auf Hygienekosten von 8.140 Euro pro Jahr, invasiv tätige Praxen auf 25.242 Euro, Praxen für ambulantes Operieren auf 53.281 Euro und Dialysepraxen auf 116.823 Euro. Die meisten Kosten verursachten Hygiene- und Verbrauchsmaterialien sowie Einmalprodukte. Diese schlugen mit einem durchschnittlichen Anteil von über 30 Prozent an den Gesamtkosten zu Buche.

„Der Einheitliche Bewertungsmaßstab wurde seit 2008 in Punkto Hygienekosten nicht weiterentwickelt, obwohl ab 2012 mit neuen Landeshygieneverordnungen erhebliche Kosten und Zeitaufwände auf die Vertragsärzte zugekommen sind“, kritisiert das Zi. © hil/aerzteblatt.de

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