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Neue Spezialsprechstunde in Leipzig zu emotionalen Störungen bei Vor- und Grundschulkindern

Dienstag, 8. Oktober 2019

/AlexanderNovikov, stock.adobe.com

Leipzig – Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat eine neue Spezial­sprechstunde für die Diagnostik und Behandlung emotionaler Störungen bei Vorschul­kin­dern und jungen Schulkindern eingerichtet. 

„Kleine Kinder teilen ihre inneren Konflikte weniger über das Sprechen, sondern vielmehr über ihren Körper und ihr Verhalten mit“, erläuterte der psychologische Psychotherapeut Steffen Elsner, der die Spezialsprechstunde und die Begleitforschung koordiniert. Zögen sich Kinder oft zurück, seien sie traurig, ängstlich oder auch gehemmt im Spiel, könnten das Hinweise auf psychische Probleme sein.

Meist fielen Kinder mit störendem Verhalten oder Wutanfällen auf, hinter denen sich in knapp der Hälfte aller Fälle jedoch emotionale Probleme verbergen würden, so Elsner. Eine psychotherapeutische Behandlung sei dann Mittel der Wahl.

Das ambulante psychotherapeutische Angebot richtet sich an Mädchen und Jungen zwi­schen drei und acht Jahren. Die Untersuchungen und Therapien der ärztlich und psycho­lo­gisch geführten Sprechstunde werden im Rahmen einer Studie wissenschaftlich be­gleitet.

Ziel der Therapie sei, die Schwierigkeiten des Kindes und der Eltern zunächst besser zu verstehen, um dann das Erleben und Verhalten verändern zu können. Auch soll die Situ­ation des Kindes im Familiengefüge, im Kindergarten oder in der Schule verbessert wer­den, um es in seiner psychischen und körperlichen Entwicklung dauerhaft zu fördern. „Das entlastet dann auch Eltern und Erzieher“, so Elsner.

Angelegt ist die Behandlung für die Kinder als Psychotherapie mit psychoanalytischem Hintergrund über eine Dauer von 20 bis 25 Stunden, regelmäßige Elterngespräche sind dabei vorgesehen. © hil/aerzteblatt.de

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