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Politik

Bruttoarbeits­entgelte in der Krankenpflege knapp über mittlerem Einkommen

Montag, 7. Oktober 2019

/dpa

Berlin – Das mittlere Einkommen (Medianeinkommen) vollzeitbeschäftigter Krankenpfle­ge­kräfte lag im vergangenen Jahr bei brutto 3.392 Euro. Das berichtet die Bundesregie­rung in ihrer Ant­wort auf eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag.

Vollzeitbeschäftigte der Berufsgruppe 813 „Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungs­dienst und Geburtshilfe“ erzielten den Angaben zufolge damit ein mittleres Bruttoarbeits­entgelt, das um 87 Euro über dem Medianentgelt aller Berufe lag. Dieses lag Ende ver­gan­­genen Jahres bei rund 3.304 Euro.

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In den alten Bundesländern lag dieses Medianeinkommen der Krankenpflegekräfte bei 3.482 Euro. In den neuen Bundesländern betrug es Ende 2018 3.076 Euro.

Das mittlere Bruttoarbeitsentgelt der Vollzeitbeschäftigten in der Berufsgruppe 821 „Al­ten­pflege“ war laut Bundesregierung mit deutschlandweit 2.645 Euro dagegen um 659 Euro niedriger als das Medianentgelt über alle Berufe.

Auch bei den Einkommen der Altenpflegekräfte gibt es Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland: In Ostdeutschland lag das Medianeinkommen der vollzeitbeschäftigten Altenpflegekräfte Ende 2018 bei 2.285 Euro, in Westdeutschland bei 2.747 Euro.

Im Juni 2018 sind nach Angaben der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit in der Berufsgruppe „Gesundheits-, Krankenpflege, Rettungsdienste, Geburtshilfe“ rund 1,06 Millionen sozial­ver­sicherungs­pflichtig Beschäftigte tätig gewesen.

Davon waren 601.000 beziehungsweise 56,5 Prozent in Vollzeit und 463.000 beziehungs­weise 43,5 Prozent in Teilzeit beschäftigt, wie aus einer weiteren Antwort der Bundesre­gierung eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht. Weitere rund 48.000 Beschäf­tig­te waren den Angaben zufolge ausschließlich geringfügig tätig.

In der Berufsgruppe „Altenpflege“ waren laut Bundesregierung im selben Monat rund 583.000 sozial­ver­sicherungs­pflichtig Beschäftigte tätig, davon 256.000 beziehungsweise 43,9 Prozent in Vollzeit und 327.000 beziehungsweise 56,1 Prozent in Teilzeit. Aus­schließ­lich geringfügig tätig gewesen seien rund 35.000 Beschäftigte. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #751684
mednews for all
am Freitag, 11. Oktober 2019, 19:28

Auffällig ist der hohe Anteil an Teilzeitbeschäftigung, dieser kann ein Hinweise ....

u.a. eine hohe Arbeitsbelastung und andere Umfangreiche Verpflichtungen sein.
Zudem muss man bedenken, dies ist für sehr viele eine Arbeit im Schichtdienst mit Wechsel und Nachschichten, deshalb wäre es angemessen dies mit Berufsgruppen mit ebenso typischen Arbeitszeiten zu vergleichen.

LNS

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