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Wiesn-Sanitäts­dienst versorgt mehr Patienten

Dienstag, 8. Oktober 2019

/picture alliance/Felix Hörhager

München – Vom 21. September bis zum 6. Oktober haben Ärzte und Sanitäter 6.892 Pa­tienten auf dem Oktoberfest in München versorgt. Das sind rund 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr (2018: 6.164). Diese Zahlen nannte die Aicher Ambulanz Union gestern, die in diesem Jahr für die medizinische Versorgung auf dem Volksfest verantwortlich war.

Den Anstieg der Einsatzzahlen führt Aicher auf einen höheren Bekanntheit des Wiesn-Sa­nitätsdienstes zurück. „Die schnelle, effektive und freundliche Behandlung nutzten vor­mittags vor allem Angestellte der zahlreichen Betriebe des Festgeländes für hausärztli­che Versorgun­gen und Nachbehandlungen“, hieß es.

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Mit 620 Fällen stellte die alkoholbedingte Intoxikation Aicher zufolge die häufigste Indi­ka­tion für ein Aufsuchen der Sanitätswache dar. Trotz höherer Patientenzahlen sei die An­zahl der schwe­ren Alkoholvergiftungen jedoch im Vergleich zu 2018 (762 Fälle) rückläu­fig.

Besonders häufig behandelte das medizinische Team der Aicher Ambulanz Union auch verschieden­artige Verletzungen. Zusammengefasst unter dem Fachbegriff „Trauma“, such­ten 574 Patien­ten die Sanitätswache auf. Aufgrund einer hohen Anzahl von Stürzen und Schnittverlet­zungen nahmen die diensthabenden Ärzte 511 chirurgische Wundversorgun­gen vor.

127 Patienten behandelte das medizinische Team aufgrund lebensbedrohlicher Zustände. In diesen Fällen war ein direkter Transport mittels Rettungs- und Notarztwagen zur Wei­ter­behandlung in eine geeigente Fachklinik notwendig.

Aufgrund der Vielzahl anwesender Fachärzte sei in vielen Fällen bereits vor Ort eine um­­fas­sende Behandlung möglich gewesen, hieß es vom Sanitätsdienst. 2.625 Patienten hätten im Anschluss an ihre Be­hand­­lung die Sanitätswache eigenständig verlassen können. Rettungs- und Krankentransportwagen trans­por­tierten demnach 677 Patienten (2018: 802) zur Weiterbehandlung in eine Klinik.

Die zwölf Tragenstaffeln rückten mit ihren Fahrtragen Aicher zufolge rund 2.069-mal auf das Festgelände aus. Dank der neu eingeführten GPS-Ortung habe sich die durchschnitt­liche Dauer zwischen Alarmierung und Eintreffen am Einsatzort um 32 Sekunden von 4:42 Minuten (2018) auf 4:10 Minuten verkürzt. „In lebensbe­droh­li­chen Fällen kann diese halbe Minute den entscheidenden, lebensrettenden Faktor dar­stellen“, erklärte der Wiesn-Sanitätsdienst.

© may/EB/aerzteblatt.de

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