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Motivationsprogramm für mehr Bewegung von Krebspatienten aufgelegt

Mittwoch, 9. Oktober 2019

/Evgeni Schemberger, stockadobecom

Dresden/Heidelberg – Krebspatienten fällt es oft sehr schwer, dauerhaft mehr Bewegung und Sport in ihren Alltag zu integrieren, obwohl diese viele positive körperliche und psychische Vorteile hat. Sportwissenschaftler, Psychologen und Physiotherapeuten am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden und Heidelberg haben daher ein spezielles Motivationsprogramm entwickelt, das sich als zentraler Baustein in Sport- und Bewegungsangebote integrieren lässt.

„MotivA – Meine Motivation für einen aktiven Alltag“, heißt das Programm, das sich aus sieben Motivationseinheiten zusammensetzt. In leicht verständlichen Audio-Sequenzen leiten sie Betroffene beispielsweise dazu an, einen Bewegungsplan zu erstellen, Hinder­nisse für regelmäßige körperliche Aktivität zu identifizieren und Gegenstrategien zu ent­wickeln.

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Für Übungsleiter von Krebssportgruppen – etwa im Rehabilitationssport oder in Selbst­hilfe­gruppen – gibt es ein kostenfreies Handbuch mit CD sowie Poster mit einer grafi­schen Übersicht über die wichtigsten Inhalte. Übungsleiter von Krebssportgruppen können das MotivA-Handbuch mit CD und Postern sowie Begleithefte für die Teilnehmer kostenfrei bestellen.

Früher galt bekanntlich die Devise, dass sich Patienten während und nach einer Krebser­kran­kung körperlich schonen und ihre gesamte Energie auf ihre Genesung verwenden sollen. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass körperliche Aktivität Nebenwirkun­gen lindert und deutlich positive Auswirkungen auf Körper und Psyche der Patienten hat.

„Dieses Wissen zu vermitteln, genügt aber oft nicht. Besonders jenen Betroffenen, die sich schon vor ihrer Krebsdiagnose wenig bewegt haben, fällt es schwer, Sport und Bewe­gung langfristig in ihren Alltag zu integrieren“, erläutern Joachim Wiskemann, Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Sport- und Bewegungstherapie am NCT Heidelberg und Nadine Ungar vom Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. © hil/aerzteblatt.de

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