NewsPolitikExperten wollen HPV-Impfquote von 70 Prozent erreichen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Experten wollen HPV-Impfquote von 70 Prozent erreichen

Dienstag, 8. Oktober 2019

Humane Papillomviren (HPV) /Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Heidelberg – Im Kampf gegen verschiedene Krebsarten haben Experten eine Impfquote gegen Humane Papillomviren (HPV) von mindestens 70 Prozent bei 15-jährigen Jugendli­chen empfohlen.

Solch eine Impfquote sei machbar und sinnvoll, teilte das Deutsche Krebsforschungszent­rum (DKFZ) heute in Heidelberg nach einem runden Tisch von Vertretern des Gesund­heits­­­we­sens, aus Forschung und Politik mit. Die Impfquote solle binnen der nächsten fünf Jahre deutschlandweit angestrebt werden.

Anzeige

Nach Berechnungen des DKFZ erkrankten im vergangenen Jahr etwa 7.700 Menschen an Krebsarten, die auf eine Infektion mit HPV zurückzuführen sind. Dazu zählen allein fast 4.000 Fälle von Gebärmutterhalskrebs. Ein großer Teil der Tumore ließe sich durch die HPV-Impfung verhindern, hieß es.

Die Quote der von den Krankenkassen bezahlten Impfung lag den Angaben zufolge nach der letzten Erhebung 2015 aber nur bei 31,3 Prozent der 15-jährigen Mädchen und Jun­gen. Allerdings ist die HPV-Impfung für Jungen erst seit Ende vergangenen Jahres Be­stand­teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV).

Wie das Krebsforschungszentrum mitteilte, gibt es in Deutschland regional erhebliche Unterschiede. „Während in den neuen Bundesländern heute bei den 15-jährigen Mädchen gute Quoten von zirka 60 Prozent erreicht werden, hinken insbesondere die südlichen Länder Bayern und Baden-Württemberg mit Quoten von zirka 35 Prozent deutlich hinter­her“, sagte Ole Wichmann, Fachgebietsleiter Impfprävention beim Robert-Koch-Institut (RKI).

Um die Impfquote zu erhöhen, empfehlen die Experten freiwillige Schulimpfungen. Sinn­voll seien auch niederschwellige Angebote wie Impfsprechstunden und eine mit der Ju­genduntersuchung verknüpfte Einladung zur HPV-Impfung. Der runde Tisch empfiehlt zu­dem abgestimmte Informationskampagnen oder eine bundesweit einheitliche Verord­nung. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #789658
2haeschen
am Donnerstag, 10. Oktober 2019, 21:54

@ConniS ... prima Beitrag ...

Kleine Lektüre dazu ...

Als zuständige Behörde erkenne man sporadisch ein paar Fälle an, die sich nicht vertuschen lassen, oder, die in Zusammenhang mit nicht mehr verwendeten Impfstoffen stehen und erkennt, für alle nachvollziehbar, Impfschäden also an. Denn die Versorgungsämter sind sehr fürsorglich.

Nun nehme man (vermutete) Impfschäden, die sich nicht so einfach nachweisen lassen, weil ein "kausales Glied" in der Kette nicht ohne Weiteres erkennbar oder nachweisbar ist und einen am Markt befindlichen Impfstoff. Dann dürfen sich immerhin noch Gutachter verschiedener Fachgebiete "austauschen", bevor die Anerkennung vom Gericht (wahrscheinlich) abgelehnt wird.

In Fall 3 nehme man nun aktuell am Markt befindliche Impfstoffe, und 2 x die gleichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die auch noch von "ganz normalen Krankenhausärzten" ordnungsgemäß gemeldet werden und eine spätere Erkrankung. Dann passiert foldendes: Das Gericht zieht nun den Joker, nimmt sich also einen der handverlesenen Gutachter (aus der Impfstoffforschung), es wird alles bestritten oder man beschreibt im Detail über Seiten hinweg Krankheitsbilder, die gar nicht zur Debatte stehen (klingt nämlich gut) und nach 3 Seiten verliert selbst der Richter den Faden, der sich Mühe geben wollte ... oder man zieht bestimmte Dinge gar nicht in Erwägung, zu Guter Letzt gibt man ein paar Zahlen dazu und ...
fast fertig ...
wenn nun doch der Richter auf die Idee kommt und "im Interesse der Familie" um Klarstellung offener Fragen bittet ... auch darauf ist man vorbereitet ...

man nehme einen anderen Richter ...

... in den meisten Fällen sollte sich dass dann schon erledigt haben ...

und somit gibt es auch für die Zukunft bei ähnlichen Fällen keinen kausaulen Zusammenhang und keinen bisher anerkannten Impfschaden ...

Problem gelöst ...

Ich fände es sehr spannend, wenn die Herteller den Pathomechanismus JEDER Nebenwirkung im Beipackzettel angeben müssten ... nehmen wir nur mal als Beispiel Schlafstörungen, Husten oder Durchfall

Auch der Hinweistext, dass man sich den Weg zum Versorgungsamt spart bei den nach Markteinführung beobachtenen Nebenwirkungen (Nervenschäden, Enzephalopathie u. a.), bei denen der kausale Zusammenhang bisher ja leider nicht erbracht werden konnte, wäre für viele Menschen hilfreich.

Wenn man sich selbst und seine Familie anschließend nicht mehr gegen "alles Mögliche" impfen lässt, ist man einer dieser fiesen Impfgegner.

Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 10. Oktober 2019, 18:11

Und wenn die Krebsrate durch die Impfung hochgeht...?!

...dann wäre das ein Skandal.
Ok, ich kanns nicht abschliessend beurteilen, aber das liest sich gar nicht gut:

https://childrenshealthdefense.org/news/has-gardasil-really-eliminated-cervical-cancer-in-australia/

HPV-Impfbefürworter sind gerne eingeladen meine sorgenvolle Stirn etwas zu glätten...
Avatar #678427
Baldur
am Mittwoch, 9. Oktober 2019, 13:19

@Gerich

Es zeigt. dass die Aussage zu Japan nicht stimmt, die Naturfreund unten ohne Angaben von Quellen genannt hat, vielleicht ist dieser Link auch interessant, weil ein unabhängiges Portal:

https://medwatch.de/2019/02/15/hpv-impfung-wie-japan-von-einem-anti-impf-tsunami-erfasst-wurde/
Avatar #779143
Gerich
am Mittwoch, 9. Oktober 2019, 12:52

Deutschlandfunk - Artikel zu HPV

@Baldur: Der Deutschlandfunk-Link sagt mir leider nur, dass ein einzelner japanischer Wissenschaftler ein nicht aussagekräftiges Experiment mit einer Maus durchgeführt hat, und dass diese Fake-News am schlechten Ruf der Impfung schuld seien. Weiter fidne ich da leider nichts Handfestes, und Quellen fehlen auch.
Man könnte geradezu denken, der Artikel habe nur ein Ziel: Dem flüchtigen Leser zu suggerieren, jegliche Kritik wäre jetzt widerlegt ...
Avatar #782899
ConniS
am Dienstag, 8. Oktober 2019, 20:26

Impfquote gegen HPV

Als Voraussetzung für eine höhere Impfquote sollte der Impfstoff erstmal erneut unabhängig unter die Lupe genommen werden. Einige Länder haben die Impfung wegen Problemen wieder abgesetzt, es sind Impfschäden und Krebsausbrüche aufgetreten.
Impfschäden werden sehr oft nicht anerkannt und untersucht.
Eine umfassende Aufklärung (von Ärzten und Patienten übrigens) tut Not - nicht nur bei dieser Impfung.
Avatar #678427
Baldur
am Dienstag, 8. Oktober 2019, 19:36

Soviel zu Japan

Soviel zu Japan

https://www.deutschlandfunk.de/gebaermutterhalskrebs-falsche-studie-zur-hpv-impfung-in.676.de.html?dram:article_id=441217

Avatar #555822
j.g.
am Dienstag, 8. Oktober 2019, 19:35

gefundenes Fressen ...

... für die unbelehrbaren Biotrolle.
LNS

Nachrichten zum Thema

20. Oktober 2020
New York – Der Arzneimittelhersteller Moderna erwartet mit etwas Glück eine US-Notfallzulassung für den eigenen SARS-CoV-2-Impfstoff im Dezember. Die Voraussetzung dafür sei, dass Moderna im November
Moderna: US-Notfallzulassung für Coronaimpfstoff im Dezember denkbar
19. Oktober 2020
Peking – Während die meisten Hersteller in westlichen Ländern bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen SARS-CoV-2 auf moderne Proteinvakzinen oder auf rekombinante Viren beziehungsweise
SARS-CoV-2: Impfstoff aus inaktivierten Viren in Phase-1-Studie auch bei älteren Menschen immunogen
19. Oktober 2020
New York/Köln – Unicef will noch in diesem Jahr 520 Millionen Spritzen für eine mögliche Coronaimpfung in Lagern deponieren. „Damit soll sichergestellt werden, dass die notwendigen Spritzen in den
Unicef lagert 520 Millionen Spritzen für mögliche Coronaimpfung ein
19. Oktober 2020
Moskau – In der russischen Hauptstadt Moskau sollen in den nächsten Monaten Massenimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 beginnen. Damit werde zwischen Dezember und Januar begonnen, schrieb
Moskau will bald mit Massenimpfungen gegen SARS-CoV-2 beginnen
16. Oktober 2020
Hamburg − Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben erste Probanden bei einer klinischen Phase-I-Studie einen Impfstoff gegen COVID-19 erhalten. Das teilte die Einrichtung heute mit.
Erste Probanden erhalten COVID-19-Impfstoff am UKE
16. Oktober 2020
Brüssel – Die EU-Kommission empfiehlt den Mitgliedstaaten in der Coronakrise eine gemeinsame Strategie zur vorrangigen Impfung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Zudem müssten die EU-Staaten
Brüssel drängt EU-Staaten zu SARS-CoV-2-Impfvorbereitungen
16. Oktober 2020
Brüssel − Das US-Pharmaunternehmen Pfizer könnte eigenen Angaben zufolge im November in den USA eine Notfallzulassung seines Coronaimpfstoffes beantragen. Die Voraussetzung sei, dass die Daten
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER