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Politik

Weniger Schwangere nehmen Amniozentese in Anspruch

Dienstag, 8. Oktober 2019

/PhotoPlus+, stock.adobe.com

Berlin – Die Zahl der schwangeren Frauen, die eine Amniozentese vornehmen lassen, ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort der Bun­desre­gie­rung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion vor.

Danach ließen 20.639 Frauen im Jahr 2012 eine solche, von den Krankenkassen bezahlte Fruchtwassseruntersuchung vornehmen. Bis 2018 ging diese Zahl auf 8.538 zurück. Auch die Zahl der Frau­en, die eine Plazentapunktion in Anspruch genommen haben, ging dem­nach von 4.774 Frauen im Jahr 2012 auf 4.261 Frauen im vergangenen Jahr zurück.

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Die FDP-Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr vermutet, dass die zurückgehenden Zahlen auf die Zulassung von nichtinvasiven Bluttests zurückgeht, die 2012 auf dem Markt zugelassen wurden, bislang aber noch nicht von den Krankenkassen gezahlt wer­den.

Sie fordert deshalb eine schnelle Umsetzung der Entscheidung des Gemeinsamen Bun­des­ausschusses (G-BA). Dieser sprach sich im September für die Übernahme der Kosten bei vor­geburtlichen Bluttests auf Trisomien aus.

Das gilt allerdings nur „in begründeten Einzelfällen bei Schwangerschaften mit beson­deren Risiken“. Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, dass ihr keine Zahlen über die Inanspruchnahme dieser Bluttests vorliegen. © kna/aerzteblatt.de

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