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Ausland

Johnson & Johnson zu Milliardenstrafe verurteilt

Mittwoch, 9. Oktober 2019

/Andrei; stock.adobe.com

New York – Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) ist zu einer Schadenersatz­zahlung in Milliardenhöhe verurteilt worden. Ein Geschworenengericht im US-Bundes­staat Pennsyl­vania entschied gestern, dass J&J wegen fehlender Informationen über die Neben­wirkungen eines bei Schizophrenie eingesetzten Medikaments acht Milliarden Dollar (rund 7,3 Milliarden Euro) zahlen müsse.

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Das Unternehmen kündigte umgehend an, in Berufung zu gehen. Geklagt hatte ein Mann, der das Psychopharmakum Risperdal eingenommen hatte, das bei Schizophrenie und bi­po­laren Störungen verschrieben wird. Er wirft dem Pharmakonzern vor, ihm seien da­durch Brüste gewachsen.

J&J bezeichnete das Urteil als „absolut unverhältnismäßig“ und „unbegründet“. Das Unter­nehmen sei „zuversichtlich, dass das Urteil gekippt“ werde, teilte J&J mit. Risperdal ist seit 1993 in den USA zugelassen und hat Einnahmen in Höhe von rund 737 Millionen Dollar erzielt. Klagen gegen J&J wegen der Nebenwirkungen des Medikaments sind in mehreren US-Staaten anhängig. © afp/aerzteblatt.de

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