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Geberkonferenz sichert 14 Milliarden Dollar für Anti-Aids-Kampf zu

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Bill Gates (links) und Bono bei der Geberkonferenz des Globalen Fonds zum Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria, /picture alliance, Olivier Chassignolem EPA POOL, AP

Lyon – Die USA, Deutschland und andere internationale Geldgeber haben im Kampf ge­gen Aids, Tuberkulose und Malaria 14 Milliarden US-Dollar (rund 12,7 Milliarden Euro) für die kommenden drei Jahre zugesagt. Das bestätigte der Globale Fonds zur Bekämpfung dieser drei Krankheiten heute in Lyon nach Abschuss einer zweitägigen Geberkonferenz. Es gebe nun die nötigen Mittel, um rund 16 Millionen Menschenleben zu retten.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte als Gastgeber des Treffens mit rund 700 Teilnehmern den Milliardenbetrag bereits im September in Aussicht gestellt. Er sprach davon, dass 13,92 Milliarden Dollar zusammengekommen seien. Es solle nun noch weite­re Beiträge geben. „Ich kann Ihnen heute korrekt sagen, dass wir die 14 Milliarden errei­chen werden“, sagte er zum Abschluss. Eine Sprecherin des Fonds bestätigte, dass die 14 Milliar­den bereits erreicht seien.

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Diese Zielmarke war von Nicht-Regierungsorganisationen als das absolut nötige Mini­mum bezeichnet worden. 2016 hatte eine Geberkonferenz in Montreal annähernd 13 Milli­arden Dollar zusammenbekommen. Größter Geber sind mit Abstand die USA mit einem Anteil von rund einem Drittel.

Der US-Kongress habe einen Beitrag von 4,68 Milliarden US-Dollar zugesagt, berichtete der Globale Fonds. Deutschland bestätigte die Zusage von Bundeskanzlerin Angela Mer­kel (CDU) von einer Milliarde Euro für die kommenden drei Jahre. Damit ist Deutschland nach Regierungsan­gaben viertgrößter Geber des Globalen Fonds.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) teilte in Berlin mit, in den Ländern, in denen der Globale Fonds arbeite, habe sich die Zahl der jährlichen Todesfälle durch diese Krankheiten um ein Drittel reduziert. Es bleibe aber noch viel zu tun – nach wie vor gebe es jedes Jahr 1,7 Millionen HIV-Neu­infektionen. Junge Frauen und Mädchen seien am stärksten betroffen.

Der Globale Fonds war 2002 auf Initiative der G8-Gruppe der großen Industriestaaten und des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet worden. Seit Gründung wurden nach Fonds-Angaben 32 Millionen Menschenleben gerettet.

Die Entwicklungsorganisation One begrüßte das Ergebnis der Konferenz in Lyon. „Die heutigen Finanzzusagen werden entscheidend dafür sein, die drei Krankheiten bis 2030 auszurotten.“ Mehrere Geber, darunter Deutschland, Frankreich, die USA, Großbritannien, Italien und die EU hätten ihre Zusagen um mindestens 15 Prozent erhöht.

Der U2-Sänger Bono, der am Ende neben Macron auf der Bühne stand, erklärte laut One: „Angeführt von Frankreichs Präsident Macron haben die Menschen hier und heute ent­schie­den, den größten aller Kämpfe zu gewinnen und die größten Killer zu besiegen, die die Menschheit jemals erlebt hat. Ich nenne das historisch.“

Macron war bei dem Treffen hinter den Kulissen aktiv, um noch mehr Zusagen zu erhal­ten. Auf der Bühne trat er am Morgen mit der 18-jährigen Amanda Dushime auf, einer Goodwill-Botschafterin der Organisation Grandir Ensemble.

„Die kommenden drei bis fünf Jahre wer­den zeigen, ob wir gewinnen oder nicht“, sagte er mit Blick auf die Krankheiten. Er stockte nach eigenen Angaben den französischen Bei­trag in letzter Minute noch einmal auf, um die Zielmarke zu erreichen. Auch der US-Milli­ardär Bill Gates habe noch einmal draufgelegt, so Macron. © dpa/aerzteblatt.de

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