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Vermischtes

3-D-Druck-Markt wächst um 25 Prozent jährlich

Mittwoch, 9. Oktober 2019

/btaskinkaya, stockadobecom

München – Flugzeugteile, maßgefertigte Brillengestelle, künstliche Hüftgelenke und Zahn­kronen kommen heute schon vielfach aus dem 3-D-Drucker. Damit werden nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Ernst & Young dieses Jahr bereits rund elf Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

Um 25 Prozent jährlich dürfte der Markt weiter wachsen und 2023 bereits gut 25 Milliar­den Euro groß sein, so die Schätzung. Treiber seien die Nachfrage im Flugzeugbau und in der Medizin, wo maßgefertigte Pro­dukte gebraucht werden, sowie neue Materialien, die sich für den 3-D-Druck eignen, heißt es in der EY-Studie.

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Beim 3-D-Druck werden Kunststoff-, Keramik- oder Metallpulver mit Hilfe von Lasern Schicht für Schicht verschmolzen, bis die gewünschte Form entsteht. Das Verfahren er­möglicht völlig neue, gewichtsparende Strukturen, die mit herkömmlichen Techniken nicht möglich wären.

Ein Drucker kann zwar weit über eine Million Euro kosten, auch das Material ist nicht billig. Aber „die Medizintechnik verdient schon gutes Geld damit“, sagte Tobias Stittgen von der RWTH Aachen. Die irische Firma Stryker zum Beispiel habe heute rund 70 Anla­gen laufen, auf den Implantate für die Medizin gefertigt würden.

Von 900 befragten Unternehmen nutzen zwei Drittel der deutschen Firmen 3-D-Druck. In Südkorea und China seien es sogar schon rund 80 Prozent. „3-D-Druck ist in Asien derzeit sehr stark im Kommen. Gerade in China wird additive Fertigung als eine der klaren Prio­ritäten in der wirtschaftspolitischen Strategie auf Landesebene festgelegt“, sagte Stefana Karevska von EY. „In Deutschland wird noch viel getestet – in die Anwendung für Endpro­dukte sind die hiesigen Unternehmen noch nicht so stark eingestiegen wie beispielsweise die asiatischen.“

Die Technologie sei eigentlich weit genug für die Anwendung, sagte TÜV Süd-Manager Holger Lindner. Viele Unternehmen sähen im Moment allerdings noch kein Geschäftsmo­dell. Das dürfte sich jedoch bald ändern, erwarten die Unternehmensberater von EY. Jedes zweite Unternehmen erwarte, seine Lager- und Transportkosten durch 3-D-Druck in drei Jahren senken zu können. „Jedes Luftfahrt-, Konsumgüter- und Chemieunternehmen plant für die Zukunft mit 3-D-Druck“, heißt es in der Studie. © dpa/aerzteblatt.de

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