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Politik

Keine Häufung von Handfehlbildungen in Niedersachsen

Donnerstag, 10. Oktober 2019

/freepeoplea, stockadobecom

Hannover – Bei Neugeborenen in Niedersachsen gibt es nach Angaben des Gesundheits­ministeriums keine Häufung von Fehlbildungen der Hand. Das Ministerium hatte Kran­ken­­­häuser und die Ärztekammer im Land befragt, nachdem in einem Hospital im nord­rhein-westfälischen Gelsenkirchen zwischen Mitte Juni und Anfang September drei Kin­der mit fehlgebildeten Händen zur Welt gekommen waren.

40 der 75 angeschriebenen Krankenhäuser antworteten – eine Häufung stellte keines fest. Für 2018 wurden den Angaben zufolge 8 Fälle gemeldet, bei 67.248 Geburten in dem Jahr. Die Ärztekammer Niedersachsen gab an, Handfehlbildungen seien 2018 unver­ändert selten aufgetreten. In sechs Monaten will das Sozialministerium die Kranken­häu­ser erneut befra­gen.

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Eine Häufung der Fälle stellte auch das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen nicht fest. Es seien „keine offensichtlichen Trends und regionaleHäufungen erkennbar“, hieß es Ende September. Dort wurden 140 Kliniken nach den Jahren 2017 bis 2019 be­fragt. Auch in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Hol­stein hatte es den ersten Ana­lysen zufolge keine Häufungen gegeben.

Anlass für die Untersuchungen war, dass im Sankt Marien-Hospital Buer zwischen Mitte Juni und Anfang September drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden wa­ren. Zuvor hatte es dort nach Angaben der Klinik jahrelang keinen einzigen Fall gegeben. Die Klinik hatte das als Häufung bezeichnet.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hatte nach ersten Berichten vor Mutma­ßun­gen gewarnt. „Wir nehmen das ernst und ziehen erst dann Schluss­folgerungen, wenn wir auch etwas wissen“, sagte der Minister. Es gehe darum, herauszufinden, ob es tat­sächlich eine Häufung solcher Fehlbildungen bei Babys gebe. © dpa/aerzteblatt.de

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