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Apotheker wegen Rezeptbetrugs angeklagt

Montag, 14. Oktober 2019

/Frank Taeubel, stockadobecom

Mühlhausen – Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat ein Apothekerpaar wegen bundes­weiten Betrugs mit gefälschten Rezepten angeklagt. Einen entsprechenden Bericht von MDR Thüringen bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Dirk Germe­rodt, am Wochenende.

Es handele sich um 45 Betrugsfälle und einen Schaden von rund 80.000 Euro, so der Staatsanwalt. Die Anklage, die sich auch gegen eine Mitarbeiterin des Apothekerpaars richte, laute auf Betrug und Urkundenfälschung. Sie liege dem Amtsgericht Nordhausen vor.

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Nach dem MDR-Bericht sollen die Angeklagten Rezepte für teure Medikamente mit offen­bar gestohlenen Patientendaten ausgestellt haben. Diese Rezepte seien dann bundesweit bei Apotheken eingelöst worden, in Thüringen unter anderem in Weimar, Gera, Nordhau­sen, Meiningen und Waltershausen.

Die so erlangten Medikamente sollen über die Apotheke einer der Hauptbeschuldigten abgegeben und bei den Krankenkassen abgerechnet worden sein. Die Apotheke sei auch als Großhändler für andere Apotheken aufgetreten und habe sie dort weiter verkauft.

Laut MDR soll der Prozess am 24. Oktober beginnen. Es seien vier Verhandlungstermine ange­setzt worden. Für eine Bestätigung war das Amtsgericht am Wochenende nicht zu erreichen.

Laut Germerodt gibt es neben den drei Angeklagten weitere Beschuldigte in dem Fall, gegen die jedoch noch Ermittlungen liefen. Die Betrügereien seinen in der Region Nord­hausen aufgefallen. Apotheken hätten Anzeige wegen mehrerer gefälschter Rezepte er­stattet. © dpa/aerzteblatt.de

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