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Vermischtes

Modellprojekt zur App-basierten Fernbehandlung von Studierenden

Montag, 14. Oktober 2019

/imagecore, stockadobecom

Karlsruhe/München/Heidelberg – Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat ein neues Modellprojekt für Studierende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Universität Heidelberg genehmigt. In dem „#ealth4Students“ genannten Vorhaben der Techniker Krankenkasse (TK) wird ab sofort die Fernbehandlung von Studierenden ohne vorherigen Erstkontakt mit dem Arzt erprobt. Technischer Projektpartner ist das Münch­ner Unternehmen Minxli.

Mit dem Angebot möchte die TK rund 7.000 bei ihr versicherte Studierende in Karlsruhe und Heidelberg ansprechen. Die Evaluation übernimmt das Heinrich-Lanz-Zentrum an der Universitätsmedizin Mannheim. TK-versicherte Studierende der beiden Hochschulen müssen sich auf der Projektseite der TK registrieren und die Minxli-App herunterladen.

„Wir sollten die Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet, nutzen. Ich bin ge­spannt, wie das Angebot von der jungen und technikaffinen Klientel, die das Projekt an­spricht, angenommen wird“, sagte Michael Becker, Mediziner aus Karlsruhe, der bereits Erfahrung beim Telemedizin-Angebot der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württem­berg gesammelt hat.

In der virtuellen Arztpraxis befragen Mediziner ihre Patienten wie bei einem normalen Arztbesuch zur Krankengeschichte, stellen eine Diagnose und leiten schließlich die The­rapie ein. Bei Bedarf bieten die Projekt-Ärzte den Teilnehmenden außerdem einen zeit­na­hen Vor-Ort-Termin an. Auf Wunsch behandeln die Ärzte ihre Patienten auch in Englisch.

„Studierenden, die sich noch nicht auf die Suche nach einem Arzt gemacht haben, bieten wir einen schnellen und einfachen Zugang zu einem Mediziner“, sagte Jennifer Kelly, Ge­schäftsführerin von Minxli. Ein entscheidender Mehrwert der Fernbehandlung sei außer­dem, dass Studierende nicht lange auf einen Arzttermin warten oder zeitraubende An­fahrtswege in Kauf nehmen müssten. Aber auch der Arzt sei durch die Videosprechstunde deutlich flexibler, so Kelly.

„Wir sind sicher, dass junge Menschen gerne auf diese Weise mit ihrem Arzt kommunizie­ren wollen. Endlich können wir das unter sicheren Bedingungen ermöglichen“, sagte An­dreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Gerade Studierende seien es gewohnt, viele alltägliche Prozesse online abzuwickeln. © hil/aerzteblatt.de

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