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Wirtschafts­nobelpreis geht an Armutsforscher

Montag, 14. Oktober 2019

/picture alliance / AP Photo

Stockholm – Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an drei For­scher für ihre Arbeiten zu globaler Armut sowie zu Bildung und Gesundheitswesen. Aus­gezeichnet werden die Französisch-US-Ökonomin Esther Duflo, der indischstämmige US-Forscher Abhijit Banerjee sowie der US-Wissenschaftler Michael Kremer, wie die Kö­nig­lich Schwedische Akademie der Wissenschaften heute in Stockholm bekanntgab.

Ge­würdigt werden sie für ihren „experimentellen Ansatz“ zur weltweiten Armutsbekäm­pfung. Alle drei Forscher lehren an US-Universitäten. Der 58-jährige Banerjee wurde 1961 im indischen Kolkata geboren. Seine 46-jährige Ehefrau Duflo stammt aus Paris. Beide sind am Massachusetts Institute of Technology (MIT) tätig.

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Duflo ist erst die zweite Frau, der die renommierte Auszeichnung für Wirtschaftswissen­schaften zugesprochen wird. Der 54-jährige Kremer, der 1964 in den USA geboren wurde, lehrt an der Harvard Universität. In den Forschungen der Preisträger geht es den Ausfüh­rungen der Jury zufolge unter anderem darum, komplexe Sachverhalte auf überschaubare Fragen herunterzubrechen.

„Sie haben gezeigt, dass diese kleineren, präziseren Fragen dann oft am besten durch sorgfältig gestaltete Experimente in Verbindung mit den Menschen beantwortet werden können, die davon am meisten betroffen sind“, hieß es weiter. Zu den Ergebnissen zählten Verbesserungen für mehr als fünf Millionen indischer Schulkinder sowie Fortschritte in der Gesundheitsversorgung in vielen Ländern.

Der mit neun Millionen Schwedischen Kronen (etwa 830.000 Euro) dotierte Preis geht im Gegensatz zu den anderen Auszeichnungen nicht direkt auf das Testament des Preis­stif­ters Alfred Nobel zurück. Er wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel ins Leben gerufen und wird seit 1969 verliehen. Im vergangenen Jahr waren die beiden US-Forscher William Nordhaus und Paul Romer für ihre Arbeiten zu nachhalti­gem Wirtschaftswachstum ausgezeichnet worden. © afp/aerzteblatt.de

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