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Medizin

Antioxidans im grünen Tee könnte gegen Antibiotikaresistenz wirken

Dienstag, 15. Oktober 2019

/Liv Friis-larsen, stock.adobe.com

Köln – Ein natürliches Antioxidans in grünem Tee, das multiresistente Pseudomonas-Aeruginosa-Bakterien in einer Studie angreifbarer macht, haben Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) an der Uniklinik Köln und der Univer­sity of Surrey entdeckt. Ihre Arbeit ist im Journal of Medical Microbiology erschienen (doi 10.1099/jmm.0.001060).

Pseudomonas aeruginosa kann bekanntlich schwere Lungeninfektionen sowie Blutvergif­tungen hervorrufen und wird häufig mit Aztreonam behandelt, wenn andere Antibiotika nicht mehr helfen. Durch zunehmende Resistenzen gegenüber Aztreonam kann die Be­hand­­lung des Bakteriums schwierig werden.

In vitro analysierten die Wissenschaftler, ob der Wirkstoff Epigallocatechin (EGCG) im grü­nen Tee die Wirkung des Antibiotikums auf das Wachstum von Pseudomonas aeruginosa beeinflusst.

„Wir konnten zeigen, dass Aztreonam die Bakterienvermehrung stärker hemmte, wenn EGCG mit im Kulturmedium enthalten war“, erklärte Harald Seifert, DZIF-Wissenschaft­ler an der Uniklinik Köln. Die Substanz aus dem Tee konnte demnach die Empfindlichkeit der Bakterien für das Antibiotikum wiederherstellen.

Diesen synergistischen Effekt konnten die Forscher auch in vivo bestätigen, indem Wachs­­mottenlarven mit dem Antibiotikum mal mit und mal ohne dem EGCG behandelt wurden. Die toxische Wirkung von EGCG erwies sich sowohl in Versuchen mit Hautzellen in vitro als auch in den Larven als gering.

„Natürliche Produkte wie EGCG, die mit bereits lizenzierten Antibiotika kombiniert wer­den, könnten ein wichtiges Mittel sein, um die Lebensdauer eines Antibiotikums zu ver­längern“, sagte der Erstautor der Studie, Jonathan Betts von der University of Surrey.

Die Forscher wollen daher diese alternative Wirksubstanz weiterentwickeln. Denn bislang sei nicht abschließend geklärt, welcher Wirkmechanismus hinter dem synergistischen Effekt steht.

Das DZIF hat bundesweit 35 Mitgliedseinrichtungen. Die DZIF-Geschäftsstelle, die ihren Sitz in Braunschweig am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung hat, ist für die Verwaltung und Koordination aller Forschungsförderungsmaßnahmen zuständig. © hil/aerzteblatt.de

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