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Uniklinikum Homburg wertet Gutachten zu Missbrauchsvorwürfen aus

Dienstag, 15. Oktober 2019

Saarbrücken/Homburg – Am saarländischen Universitätsklinikum Homburg (UKS) läuft die Aufarbeitung der Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch in der Kinder- und Jugend­psychiatrie „weiterhin mit unterschiedlichen Maßnahmen“. Das teilte der Ärztliche Direk­tor und Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reith auf Anfrage mit.

Ein wesentlicher Baustein davon sei das neue Schutzkonzept „Gewaltprävention“, das seit Ende Juli 2019 umgesetzt werde. Zudem sei eine externe Begutachtung von 34 Patien­ten­­akten gerade abgeschlossen. „Die Ergebnisse des umfangreichen Gutachtens werden aktuell am UKS gesichtet“, so Reith. 314 ehemalige Patienten beziehungsweise deren Familien seien vom UKS kontaktiert worden.

Ende Juni war bekannt geworden, dass ein inzwischen gestorbener Assistenzarzt von 2010 bis 2014 mehrere Kinder sexuell missbraucht haben soll. Er soll medizinisch nicht notwendige Untersuchungen im Intimbereich vorgenommen haben. Die Staatsanwalt­schaft ermittelte wegen der Behandlung von 34 Patienten. Nach dem Tod des Arztes 2016 waren die Ermittlungen eingestellt worden.

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Mittlerweile beschäftigt sich auch ein Untersuchungsausschuss des Landtages mit den Missbrauchsfällen. Er will unter anderem Abläufe und Strukturen überprüfen und Verant­wortlichkeiten feststellen. Die Vorsitzende Dagmar Heib (CDU) erwartet davon, dass Schutzkonzepte für Kinder in allen Krankenhäusern entwickelt und verbessert werden.

Opferanwältin Claudia Willger, die sechs betroffene Patienten vertritt, fordert, dass künf­tig auch in der Justiz Beschwerdemöglichkeiten implementiert werden. Von der Arbeit des Ausschusses wünsche sie sich, dass es am Ende heiße: „Es war ein Vertuschen von Missbrauch und es war nicht in Ordnung.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #768821
Himmelsrichtungen
am Dienstag, 15. Oktober 2019, 23:56

Einfach widerlich !

Sind solche Vorfälle wirklich nur durch politische Kontrollmassnahmen zu verhindern oder spielt hier nicht auch der moralische und areligiöse Sittenverfall eine Rolle ? Anscheinend wurde bei den Tätern auch nie ein moralisches Verständnis in der Erziehung gefördert und soziale Strukturen haben auch keine Relevanz mehr. Wo bleibt das christliche .Menschenbild ? Wer vermittelt es noch und lebt es vor ??? Wir leben doch in einer Welt in der Leben kaum noch zählt, sei es von Mensch oder auch Tier. Übergriffe auf die körperlixhe und seelische Unversehrtheit anderer treten durch die eigene Gier nach Sex oder Geld in,den Hintergrund. Auch die übermässige U.wtverschmutzung hat wohl ähnliche Ursachen. Vielleicht müssen wir uns wieder mehr an Gottes Wort der Bibel orientieren um wieder (Mit)Mensch zu sein ?





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