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Ausland

Fast 70.000 Kinder in Nordsyrien auf der Flucht

Dienstag, 15. Oktober 2019

/picture alliance, Anas Alkharboutli

Köln – Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien befinden sich nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef fast 70.000 Kinder auf der Flucht. Bis heute seien in Nordostsyrien mindestens vier Kinder getötet und neun weitere verletzt worden, erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore in New York. Zudem gebe es Berichte über sieben getötete Kinder in der Türkei.

Laut Unicef gerieten seit Beginn der Kämpfe in Nordostsyrien drei Gesundheitseinrich­tun­gen und Krankenwagen und eine Schule unter Beschuss. Das Wasserwerk A'Iouk in Hassake, das fast 400.000 Menschen versorgt, ist den Angaben zufolge außer Betrieb.

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Das Kinderhilfswerk befürchtet, dass angesichts der Gewalt mindestens 170.000 Kinder in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden. Fore rief die Konfliktpartei­en „sowie jene, die Einfluss auf sie haben“, zu auf, Kinder zu jeder Zeit zu schützen. „Die­jenigen, die im Nordosten und in anderen Landesteilen Syriens kämpfen, müssen die zi­vile Infrastruktur schützen und dürfen sie nicht für militärische Zwecke nutzen“, forderte sie.

Die Türkei hatte am Mittwoch vergangener Woche ihre lange angekündigte Militäroffen­sive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bereits mehr als 130 Kämpfer der kurdisch angeführten Syri­schen Demokratischen Kräfte sowie 69 Zivilisten getötet. Nach UN-Angaben sind 160.000 Menschen auf der Flucht. © afp/aerzteblatt.de

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