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Ausland

Italien lässt Flüchtlinge von „Ocean Viking“ an Land

Dienstag, 15. Oktober 2019

/picture alliance, AP Photo

Rom – Italien hat der Hilfsorganisation SOS Méditerranée erlaubt, die 176 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ an Land zu bringen. Das teilte die Organisation gestern am späten Abend auf Twitter mit. Als Hafen sei dem Schiff Taranto in Süditalien zugewiesen worden. Die „Ocean Viking“ sei bereits auf dem Weg zum Zielhafen. Die Organisation sei „erleichtert, dass die 176 Überlebenden ohne unnötige Verzögerung in Sicherheit gelangen werden“.

Das zivile Rettungsschiff hatte die Migranten am Wochenende auf dem Mittelmeer vor der Küste Libyens gerettet und danach auf eine Möglichkeit gewartet, die Menschen in Europa an Land zu bringen.

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In Europa gibt es trotz Bemühungen weiter keinen Verteilmechanismus für Bootsflücht­linge. Vor allem Italien und Malta dringen darauf, dass die Menschen in andere EU-Län­der verteilt werden. Zivile Schiffe mit Migranten an Bord mussten daher stets länger auf dem Meer ausharren, bis sie einen Hafen anlaufen durften. Die „Ocean Viking“ wird neben SOS Méditerranée auch von Ärzte ohne Grenzen betrieben.

Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte heute, dass die Brüsseler Behörde gebe­ten worden sei, die Verteilung der Migranten auf die EU-Staaten zu koordinieren. Man sei in konstruktivem Kontakt mit mehreren Ländern.

Vor allem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zuletzt die Suche nach einem festen Mechanismus zur Verteilung der Migranten vorangetrieben. Deutschland, Frank­reich, Italien und Malta erzielten im September eine Grundsatzeinigung – allerdings schlossen sich bislang keine weiteren Länder an. © dpa/aerzteblatt.de

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