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Ärzteschaft

Bayerischer Ärztetag schließt sich Appell gegen Kommerzialisierung der Medizin an

Mittwoch, 16. Oktober 2019

/Monika Wisniewska, stockadobecom

München – Die Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK) hat sich gegen die Kommerzia­li­sierung der medizinischen Versorgung im ambulanten und stationären Bereich ausge­spro­chen. BLÄK-Präsident Gerald Quitterer verwies heute auf einen Beschluss des 78. Bayerischen Ärztetags.

Dieser hatte am 13. Oktober 2019 nach eingehender Diskussion beschlossen, den Ärzte-Appell „Rettet die Medizin!“ in der Ausgabe des Nachrichtenmagazins Stern vom 9. Sep­tember 2019 zu unterstützen und zu unterzeichnen. Der Appell richtet sich „Gegen das Diktat der Ökonomie in unseren Krankenhäusern“.

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Kritisiert wurde in der Aussprache aber auch das „wording“ des Stern-Appells. Dieser sei an einigen Stellen zu provokant formuliert, hieß es von einigen Delegierten.

Insbesondere die Sätze: „Aber auch manche Ärztinnen und Ärzte selbst ordnen sich zu bereitwillig ökono­mi­schen und hierarchischen Zwängen unter. Wir rufen diese auf, sich nicht länger erpressen oder korrumpieren zu lassen“, ließen Fehlinterpretationen zu, hieß es. Ein weiterer Kritik­punkt sei, dass der ambulante Sektor im Appell nicht vorkomme. © may/EB/aerzteblatt.de

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Freudi
am Donnerstag, 17. Oktober 2019, 01:36

Reine Symbolik!

Zahlreiche Ärzteorganisationen und auch viele einzelne ÄrztInnen "schließen sich dem Appell gegen die Kommerzialisierung der Medizin an...." - ja, und?! Mehr passiert nicht! Es ist eben wie bei der vielerorts gehörten "Ausrufung des Klimanotstands" - lediglich leere Worte, weil eben nur eine Absichtserklärung, rein rechtlich nur ein symbolischer Akt - und nicht mehr! Es scheint berufsimmanent zu sein, sich einerseits allzu bereitwillig ökonomischen und hierarchischen Zwängen unterzuordnen, andererseits aber lediglich mit Worthülsen gegen Windmühlenflügel anzukämpfen....So wird das nix!
LNS

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