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Wie sich translationale Forschung stärken lässt

Donnerstag, 17. Oktober 2019

/New Africa, stockadobecom

Bonn – Verbesserungen bei der Überführung grundlagenwissenschaftlicher Forschungs­ergebnisse in neue Verfahren zur Anwendung am Menschen fordert die Deutsche For­schungsgemeinschaft (DFG).

„In der deutschen Universitätsmedizin sind die Voraussetzungen für erfolgreiche Trans­lationsprozesse gegeben, da Grundlagenforschung, klinische Forschung und universitäre Krankenversorgung hier aufs Engste miteinander verzahnt sind, jedoch wird dieses Poten­zial aktuell nicht ausgeschöpft“, sagte die DFG-Vizepräsidentin Britta Siegmund. Sie ist auch Vorsitzende der Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung der DFG.

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Diese hat jetzt Empfehlungen erarbeitet, die dazu beitragen sollen, die translationale For­schung in der Universitätsmedizin zu stärken. Darin skizziert die DFG drei zentrale Handlungsfelder: Zunächst soll an den Medizinischen Fakultäten eine der Translation zu­gewandte Forschungskultur, ein „Mindset für Translation“, gestärkt werden. Dazu sollten Ausbildungsstrukturen ausgebaut und weiterentwickelt werden, damit Wissenschaftler frühzeitig an translationale Forschung herangeführt und den damit verbundenen An­sprü­chen gerecht werden können.

Zweitens empfiehlt die Senatskommission, die Infrastrukturen der Universitätsmedizin weiterzuentwickeln und Translations-Hubs aufzubauen. Diese Translations-Hubs sollen bereits bestehende Strukturen ergänzen und Infrastrukturen, qualifiziertes Personal und finanzielle Ressourcen bereitstellen, die allen Wissenschaftlern in der medizinischen For­schung zur Verfügung stehen. Drittens ruft die DFG Wissenschaftler auf, von den bereits bestehenden Möglichkeiten zur Förderung translational orientierter Forschung durch die DFG rege Gebrauch zu machen.

Die DFG-Senatskommission hat ihre Empfehlungen gemeinsam mit dem BIH Center for Regenerative Therapies (BCRT) im Rahmen eines Symposium „Förderung translationaler Forschung in der Universitätsmedizin“ vorgestellt. © hil/aerzteblatt.de

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