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Politik

Versicherte der Ersatzkassen mehrheitlich für Online-Sozialwahlen

Mittwoch, 16. Oktober 2019

/picture alliance

Berlin – Die nächste Sozialwahl 2023 soll nach dem Willen einer deutlichen Mehrheit der Ersatzkassenversicherten auch online möglich sein. Darauf wies der Verband der Ersatzkassen (vdek) mit Verweis auf eine Forsa-Umfrage hin.

Demnach sprachen sich zwei Drittel (64 Prozent) der Versicherten von TK, Barmer, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK für die Einführung von Onlinewahlen aus. Unter den 16- bis 44-Jährigen waren es 75 Prozent. Bei den Sozialwahlen wählen unter anderem die Versicherten der Ersatzkassen ihre ehrenamtlichen Vertreter in die Verwaltungsräte der Krankenkassen.

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„Das Votum unserer Versicherten ist eindeutig“, sagte Uwe Klemens, Verbandsvorsitzen­der des vdek. Jetzt sei es an CDU, CSU und SPD aktiv zu werden, damit bei der Sozial­wahl 2023 neben der Briefwahl auch online abgestimmt werden könne. Er mahnte, dass die Zeit dränge. So seien noch viele Vorarbeiten nötig. „Wenn die Politik nicht schnellst­mög­lich die notwendigen gesetzgeberischen Schritte einleitet, ist der Zug für 2023 abge­fah­ren.“

Klemens betonte, mit der Einführung von Onlinewahlen würden die Regierungsparteien endlich auch ein wichtiges sozialpolitisches Versprechen an die Wähler umsetzen: „Union und SPD würden die Sozialwahlen modernisieren und die Selbstverwaltung stärken – so wie es im Koalitionsvertrag steht.“

Die Ersatzkassen versprechen sich von der Stimmabgabe per Mausklick, dass sich vor allem mehr junge Menschen an der Sozialwahl beteiligen. Und auch die Ersatzkassen­ver­sicherten rechnen mit positiven Effekten einer Online-Sozialwahl: Zwei Drittel (66 Pro­zent) der Befragten glauben, dass sich die Wahlbeteiligung durch Onlinewahlen etwas oder sogar deutlich erhöhen würde.

Klemens betonte, dass die Online-Sozialwahl 2023 auch ein Muster für Online-Verfahren bei parlamentarischen Wahlen wie etwa der Bundestagswahl sein könne. „Manipulations­sichere und zuverlässige Onlinewahlen lassen sich technisch realisieren. Estland macht uns das seit Jahren vor – zuletzt bei der Europawahl“, sagte er. Es werde höchste Zeit, dass man diese Option den Wählern endlich auch bei den Sozialwahlen ermögliche. © may/EB/aerzteblatt.de

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