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Ärzteschaft

Marburger Bund plädiert für Herausnahme der Arztkosten aus Fallpauschalensystem

Mittwoch, 16. Oktober 2019

/Jacob Lund, stockadobecom

Berlin – Der Marburger Bund (MB) befürwortet eine Herausnahme der Personalkosten für den ärztlichen Dienst aus den Fallpauschalen – analog zur Herausnahme der Pflegeper­so­nal­kosten, die die Bundesregierung ab dem kommenden Jahr festgelegt hat.

„Wir machen uns große Sorgen, was mit den verbleibenden Berufsgruppen passiert, wenn die Kosten für das Pflegepersonal ausgegliedert werden“, sagte der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke, gestern vor Journalisten in Berlin.

Falsche Anreize im System der diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) hätten zu Ein­sparungen in der Pflege geführt – unter anderem auch, weil die Bundesländer nur be­grenzt ihrer Pflicht nachkämen, den Krankenhäusern ihre Investitionskosten zu finanzie­ren.

„Wenn jetzt keine Ansparungen mehr im Pflegebereich möglich sind: Woher will man sich dann das Geld holen, das den Krankenhäusern auch wegen der unzureichenden Investiti­ons­kostenfinanzierung fehlt?“, fragte Henke.

„Wir hören aus den Krankenhäusern, dass nun nichts anderes übrigbleibe, als das Geld bei den nächststärksten Berufsgruppen einzusparen. Und das sind die Ärzte.“ Insbesondere bei privaten Trägern werde dies mit einem drohenden Unterton gegenüber der Beleg­schaft angekündigt. „Das macht uns sehr besorgt“, so Henke.

Deshalb müsse man auch bei der Ärzteschaft mit derselben Logik argumentieren wie bei der Pflege und die Kosten für den ärztlichen Dienst aus den Fallpauschalen herausrech­nen. Es gebe bereits Vertreter von Bundesländern, die öffentlich erklärten: Sollte es tat­sächlich so kommen, müsse man sich ein neues System zur Finanzierung der Kranken­häuser überlegen. © fos/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #55542
hansberner
am Donnerstag, 17. Oktober 2019, 09:26

monistische Finanzierung

Da wird schon wieder ein Symptom "kuriert". Besser wäre es dass die Investitionskosten über die FallPauschalen abgerechnet werden
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