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Vermischtes

Nahrungsergänzungs­mittel für Kinder immer gefragter

Donnerstag, 17. Oktober 2019

/dpa

Berlin – Der Trend zu Nahrungsergänzungsmitteln hat sich auch auf Kinder ausgeweitet. Die Nachfrage nach entsprechenden Präparaten ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das signalisiert eine entsprechende Umfrage des auf den Apothekenmarkt spezialisierten Marktforschungsunternehmen Aposcope. An der Umfrage haben 151 Apotheker und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) teilgenommen.

Danach ist die Nachfrage nach ergänzenden Wirkstoffen für Kinder in den vergangenen fünf Jahren angestiegen, wie mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (53 Prozent) angab. Den befragten Apothekern und PTA zufolge ist die Nachfrage vor allem für Jungen und Mädchen im Kindergartenalter zwischen drei und sechs Jahren (57 Prozent) sowie für Kinder im Grundschulalter von sechs bis zwölf Jahren (56 Prozent) hoch.

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Mit 93 Prozent werden die ergänzenden Nährstoffe für Kinder laut den Teilnehmern am stärksten in der Indikation „Stärkung des Immunsystems“ nachgefragt. Außerdem bestehe ein besonders hohes Interesse an Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder in den Indika­tio­nen „Konzentration/Aufmerksamkeit (56 Prozent)“ sowie „Wachstum und Knochenent­wicklung (rund 20 Prozent)“.

Laut einer vom Lebensmittelverband Deutschland in Auftrag gegebenen Erhebung haben die Deutschen im Jahr 2018 225 Millionen Packungen Nahrungsergänzungs­mittel gekauft – für alle Altersgruppen. Der Umsatz mit den Präparaten ist danach von 1,31 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 1,44 Milliarden Euro im Jahr 2018 gestiegen.

Fachgesellschaften sehen diesen allgemeinen Trend kritisch: „Hochrangig publizierte Studien legen nahe: Nahrungsergänzungsmittel sind ohne Nutzen für die Primärpräven­tion, also die Gesunderhaltung und Vorbeugung von Krankheiten“, warnten die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechsel­krankheiten (DGVS) und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Eine langfristige Einnahme könne sogar risikoreich sein. Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente sollten deshalb nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen wer­den, so die Fachgesellschaften. © hil/aerzteblatt.de

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