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Spätere Mutterschaften Grund für mehr Zwillinge

Donnerstag, 17. Oktober 2019

/dpa

Stuttgart – In Baden-Württemberg werden immer häufiger Zwillinge geboren. Gründe dafür sind wahrscheinlich das steigende Alter der Frauen bei der Geburt sowie die Zu­nahme künstlicher Befruchtungen, wie das Statistische Landesamt heut emitteilte.

Insgesamt 1.973 Zwillingsgeburten gab es demnach 2018. Das ist jede 54. Geburt – die Zahl liegt nur knapp unter dem Höchststand von 2016. Seit 1980 hat sich der Anteil der Zwillingsgeburten fast verdoppelt.

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Laut Philipp Wiehle von der Klinik für Frauenheilkunde in Freiburg steigt bei älteren Frauen aufgrund hormoneller Veränderungen die Wahrscheinlichkeit einer Zwillings­ge­burt. Einen größeren Effekt hat aus seiner Sicht aber die Zunahme künstlicher Befruch­tungen, die allerdings ebenfalls mit dem steigenden Alter der Frauen zusammen­hinge. „Es ist so, dass heutzutage der Kinderwunsch leider immer später realisiert wird.“

Die Fruchtbarkeit der Frauen nehme jedoch ab 35 deutlich ab. Deshalb griffen Paare häufiger auf künstliche Befruchtungen zurück – oft mit zwei Embryonen, um die Wahr­scheinlichkeit einer Geburt zu erhöhen. Damit steige auch die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsgeburt.

Wiehle sieht das kritisch: „Als Geburtshelfer muss ich ganz klar sagen: jede Zwillings­schwangerschaft ist eine Risikoschwangerschaft.“ So steige etwa das Risiko einer Früh­geburt.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes war der Anteil älterer Mütter in den ver­gangenen Jahren fast stetig gestiegen. 2018 waren die Frauen bei knapp 26 Prozent aller Geburten 35 oder älter. Im Jahr 2000 hatte der Anteil noch bei 17 Prozent gelegen. © dpa/aerzteblatt.de

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