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Juul stoppt Verkauf einiger aromatisierter Produkte in den USA

Freitag, 18. Oktober 2019

E-Liquids mit künstlichen Aromen. /kurgu128, adobe.stock.com
/kurgu128, adobe.stock.com

Washington – Inmitten der Debatte um mögliche Gesundheitsrisiken durch E-Zigaretten setzt der Hersteller Juul den Verkauf bestimmter aromatisierter Flüssigkeiten in den USA aus. Die Geschmäcker Mango, Frucht, Gurke und Creme würden vorerst nicht mehr ange­boten, teilte der US-Marktführer gestern mit. Weiter verkauft werden sollen aber die Ge­schmäcker Tabak, Minze und Menthol.

Derzeit arbeiten die US-Gesundheitsbehörden an neuen Vorschriften für E-Zigaretten. Juul erklärte, die Branche müsse „das Vertrauen der Gesellschaft“ gewinnen und mit Behörden und Politik zusammenarbeiten, damit Minderjährige nicht zur E-Zigarette greifen.

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JUUL verdiene keine Glückwünsche zu seiner Ankündigung, sagte Robin Koval, Bestsellerautorin und Präsidentin der US-Truth Initiative, einer gemeinnützigen Tabakkontrollorganisation. „Wir und JUUL wissen, dass Minze und Menthol zu den beliebtesten Geschmacksrichtungen für Jugendliche gehören, da 64 Prozent der High-School-E-Zigarettenbenutzer diese Geschmacksrichtungen verwenden.“ Laut Koval sei auch bekannt, dass Menthol für junge Zigarettenkonsumenten die erste Wahl sei. „Ohne Frage ist dies ein kalkulierter Schritt von JUUL, um das Versprechen der Trump-Administration zu verhindern, alle aromatisierten E-Zigaretten vom Markt zu nehmen.“ Sie forderte die Regierung daher auf, sie solle sich nicht beeinflussen lassen und ihren Plan sofort umsetzen.

E-Zigaretten, bei denen nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft wird, haben in den vergan­ge­nen Jahren weltweit enorm an Beliebtheit gewonnen. Zuletzt wurde jedoch in den USA eine Reihe von Lungenerkrankungen und Todesfällen mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht.

Die US-Behörden sprechen inzwischen von mindestens 33 Todesfällen und fast 1.500 Erkrankungen. Die genauen Hintergründe sind unklar. Die US-Regierung hat ein Verbot von aromatisierten Flüssigkeiten für E-Zigaretten angekündigt. In Kraft getreten ist es bislang nicht. © afp/gie/aerzteblatt.de

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maxbarrett
am Freitag, 18. Oktober 2019, 18:43

JUUL gehört komplett vom Markt genommen

Die desaströse Situation in den USA ist alleine JUUL zu verdanken. Daher Pod-Systeme verbieten und die amateurhaften Politikerdarsteller sowie Crap-Science verbreitenden Personen aus dem "Public Health" zur Ruhe bitten.
„Wir und JUUL wissen, dass Minze und Menthol zu den beliebtesten Geschmacksrichtungen für Jugendliche gehören, da 64 Prozent der High-School-E-Zigarettenbenutzer diese Geschmacksrichtungen verwenden.“
Woher weiß das Frau Koval?

Eher ist bekannt, dass Minderjährige in den USA juulen, weil sie sich einen damit einen Nikotin-Hit verpassen. In einem Pod können 60mg/ml und mehr stecken. Hierzulande vaped die Mehrheit erwachsener Konsumentinnen und Konsumenten bei 3mg/ml!
LNS

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