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WHO-Experten prüfen Fortschritte im Kampf gegen Ebola

Freitag, 18. Oktober 2019

/picture alliance, Jerome Delay, AP

Genf – Gesundheitsexperten prüfen Fortschritte beim Kampf gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola im Kongo in Afrika. Weil der Ausbruch nach mehr als einem Jahr noch nicht unter Kontrolle war, hatte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) im Juli eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Ein Ausschuss prüfte heute, ob diese Notlage weiterhin besteht. Das Ergebnis wird für den Abend erwartet.

Ob die Erklärung der Notlage positive Ergebnisse gebracht hat, kann die WHO nicht sa­gen. Die Entscheidung im Juli sollte Aufmerksamkeit auf das Problem lenken, war aber nicht mit konkreten Maßnahmen verbunden. „Die Gesamtstrategie und unser Einsatz zur Beendigung des Ausbruchs hat sich am 17. Juli nicht geändert“, sagte WHO-Sprecher Tarik Jašarević in Genf.

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Es gibt immerhin Lichtblicke: In den vergangenen Wochen sei die Zahl neuer Fälle zu­rück­­ge­gangen und die Neuansteckungen konzentrierten sich auf ein kleineres Gebiet. Seit Ausbruch im Kongo im Frühsommer 2018 infizierten sich nach Regierungsangaben mehr als 3.200 Menschen, mehr als 2.100 kamen ums Leben.

„Wir sind vorsichtig optimistisch“, sagte Jašarević. Wegen der angespannten Sicherheits­lage sei es weiterhin schwierig, alle Kranken zu erreichen und Neuinfektionen zu verhin­dern. Die Seuche wütet im Osten des Landes, die seit Jahren von Rebellen terrorisiert wird.

Deutschland gehört mit 4,5 Millionen Dollar (rund vier Millionen Euro) Hilfe in den zwölf Monaten bis Ende Juli zu den zehn größten Spendern für den Ebolaeinsatz. Zwei WHO-Programme zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit in der Region haben seit dem Sommer aber nur 10 beziehungsweise 25 Prozent der nötigen Mittel erhalten. © dpa/aerzteblatt.de

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