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Ärzteschaft

Ärztinnenbund beklagt zu wenige Frauen mit Professuren in der Medizin

Freitag, 18. Oktober 2019

/dpa

Erfurt – Trotz der steigenden Zahl von Ärztinnen in Deutschland sind Frauen auf Medizin-Lehrstühlen an Universitiäten immer noch die Ausnahme. In den wichtigsten Fachgebie­ten von 33 Ausbildungsstätten für Mediziner seien nur 13 Prozent der Lehrstühle von Frauen besetzt, sagte die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Christiane Groß, heute auf einem Kongress des Verbandes in Erfurt.

Sie berief sich auf eine Erhebung des Verbandes in 16 medizinischen Fächern. Oberärz­tinnen an Universitätskliniken machen demnach durchschnittlich 30 Prozent aus, wobei es Unterschiede in den einzelnen Fachgebieten gebe.

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Dass es nur so wenige Frauen auf Universitätslehrstühle schaffen, hängt Groß zufolge unter anderem mit den nicht paritätisch von Frauen und Männern besetzten Berufungs­kommissionen zusammen.

Oft vertrauten Frauen ihren Fähigkeiten aber auch nicht genug. „Deshalb brauchen wir weibliche Vorbilder auf diesen Stellen.“ Das gelte auch für Leitungsfunktionen von Ärz­tinnen in Krankenhäusern, Krankenkassen und anderen Gesundheitsverbänden.

Der Verband setzt sich für bessere Karrierechancen von Frauen in der Medizin und mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Ende 2018 waren laut Bundes­ärzte­kammer (BÄK) gut 185.000 Medizinerinnen hauptsächlich in Kliniken, Praxen oder Gesundheitsbe­hörden tätig – das ist die Hälfte aller berufstätigen Ärzte in Deutschland. Laut BÄK steigt der Frauenanteil unter Medizinern seit Jahren. © dpa/aerzteblatt.de

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