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Ärzteschaft

Sachsen-Anhalts Ärzte warnen vor Ökonomisierung der Medizin

Dienstag, 22. Oktober 2019

/dpa

Magdeburg – Die Ärzte in Sachsen-Anhalt wenden sich dagegen, dass ökonomische Erwägungen zunehmend ihr Handeln bestimmen. Bei der Kammerversammlung der Ärzte­kammer Sachsen-Anhalt stimmten die Delegierten einstimmig für den Entschluss, sich dem Ärzte-Codex „Medizin vor Ökonomie“ anzuschließen, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Ärzte wollten dem Prozess hin zu immer mehr Kommerzialisierung in der Medizin eine Haltung im Arbeitsalltag entgegenstellen, die auf ärztlicher Ethik und Werten beruhe. Die Ärztekammer fordere die Politik und Beteiligte im Gesundheitswesen auf, dafür Sorge zu tragen, dass Ärzte ihre fachlichen Entscheidungen stets allein zum Wohl der Patienten treffen könnten.

„Medizin vor Ökonomie“ ist den Angaben zufolge eine Initiative der Deutschen Gesell­schaft für Innere Medizin in Zusammenarbeit mit mehreren Berufsverbänden. Ziel des Codex sei es, der Ärzteschaft eine ethisch basierte Rückendeckung zu geben.

„Moderne Medizin möchte die Gesundheit aller sichern und eine lange lebenswerte Basis schaffen“, erklärte die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Simone Heinemann-Meerz. Weil dadurch die Gesundheitskosten steigen würden, sei ein verantwortungsvoller und solidarischer Umgang mit den Ressourcen unabdingbar. Dieses Erfordernis wandele sich zunehmend in eine Kommerzialisierung der Gesundheitsversorgung. © dpa/aerzteblatt.de

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