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Neuer Sicherheitsstandard für Krankenhäuser besteht Test des BSI

Mittwoch, 23. Oktober 2019

/adiruch na chiangmai, stockadobecom

Berlin – Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat den im Juni von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vorgelegten „Branchenspezifischen Sicherheitsstandard für Krankenhäuser“ (B3S) geprüft und dafür grünes Licht gegeben.

Betreiber sogenannter „Kritischer Infrastrukturen“ aus dem Kliniksektor, die den Anforde­rungen des IT-Sicherheitsgesetzes unterliegen, müssen ihre Informationstechnologie nach dem Stand der Technik absichern und können dies nun anhand des B3S umsetzen.

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„Krankenhäuser und viele andere Einrichtungen des Gesundheitswesens tragen in mehr­facher Hinsicht eine besondere Verantwortung für ihre IT-Netzwerke“, sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm. Der Schutz sensibler Patientendaten müsse ebenso zuverlässig ge­währ­leistet sein wie die zuverlässige Versorgung von Patienten mit Unterstützung moderns­ter Computertechnologie.

„Vor diesem Hintergrund bietet der branchenspezifische Sicherheitsstandard wichtige Rahmenbedingungen, unter denen die Cyber-Sicherheit im Gesundheitswesen weiter erhöht werden kann“, so Schönbohm.

So beschreibt der B3S Maßnahmen, um die bei der Versorgung der Patienten genutzten Prozesse und Systeme vor dem Hintergrund der branchenspezifischen Gefährdungslage im Krankenhaus zu schützen und die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der Informationen zu gewährleisten.

Die DKG hat dazu in einer Studie den Umsetzungsaufwand der erforderlichen Maßnah­men in den Krankenhäusern ermittelt. Demnach werden für die Bereiche Investition, Be­trieb und Personal für ein Krankenhaus mit 30.000 vollstationären Fällen im Jahr ini­tiale Kosten in der Größenordnung von 1,5 bis 2 Millionen Euro erwartet. In den Folge­jahren ist mit jährlichen zusätzlichen Belastungen in der Größenordnung von rund 500.000 bis 600.000 Euro zu rechnen.

„Mit Blick auf die Dimension der Budgets, die den Krankenhäusern für IT insgesamt zur Verfügung stehen, ist das eine erhebliche zusätzliche Belastung, die nicht aus der Substanz heraus gestemmt werden kann“, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Neben den finanziellen Auswirkungen bestehe eine besondere Herausforderung in der Gewinnung des dafür notwendigen qualifizierten Fachpersonals. © hil/sb/aerzteblatt.de

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