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Deutsche Umwelthilfe beantragt weitere Feuerwerksverbote

Mittwoch, 23. Oktober 2019

/dpa

Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) weitet ihren Kampf gegen Böller und Silvester­feuerwerk aus. Nach eigenen Angaben beantragte die Organisation in weiteren 67 Kom­mu­nen ein offizielles Verbot innerhalb von Innenstädten. Bereits im Juli hatte sie dies in 31 Kommunen getan. Die DUH kritisiert die Feinstaubbelastung und die Verschmutzung, die durch Einsatz von Pyrotechnik entsteht.

Verbotsanträge reicht sie nach eigenen Angaben in Städten ein, in in denen die Luft im Jahresmittel mit mehr als 20 Mikrogramm Feinstaubpartikeln je Kubikmeter belastet ist. Laut einer Empfehlung der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO sollte diese Konzentration nicht überschritten werden.

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Heute legte die DUH bei einer Pressekonferenz in Berlin zudem ein Rechtsgutachten vor, das nach ihren Angaben Möglichkeiten für entsprechende Verbotsregelungen durch Kom­munen aufzeigt. Der Verband der pyrotechnischen Industrie veröffentlichte ebenfalls heu­te ein Rechtsgutachten, demzufolge Feuerwerksverbote von Kommunen nicht zulässig seien. Die geltende Gesetzeslage erlaube derzeit nur das Verbot von Knallkörpern wie Böller.

Die DUH setzt sich seit langem dafür ein, den Brauch des Abbrennens von Feuerwerk an Silvester in Deutschland zu beenden. Sie argumentiert dabei sowohl mit Umwelt- und Sicherheitsaspekten als auch mit dem Tierwohl, weil der Lärm Tiere verschreckt. In eini­gen Städten ist Pyrotechnik im Innenstadtbereich zum Jahreswechsel bereits verboten. Die Forderung nach generellen Verboten ist stark umstritten. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #715180
DrSchnitzler
am Samstag, 2. November 2019, 11:52

... "Wahrheit und Klarheit"!

Jedem seine Meinung!

Wie aber wollen wir noch so gute (gut gemeinte) Ziele DAUERHAFT vertreten, wenn wir LÜGEN? Wie kurzsichtig ist das?

Was die DUH macht, ist vielleicht kurzfristig erfolgreich. LANGFRISTIG untergräbt es das Fundament der Demokratie: WAHRHAFTIGKEIT. Schlussendlich spielen wir den Populisten in die Hände.

WOLLEN WIR DAS? WIRKLICH ??????
Avatar #774944
asdf
am Mittwoch, 30. Oktober 2019, 00:13

Richtig so.

Sinnlose Umweltverschmutzung. Es ist ja nicht nur der Feinstaub, sondern auch der ganze Abfall, der am Ende rumliegt.
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Donnerstag, 24. Oktober 2019, 10:35

... "Wahrheit und Klarheit" statt "Feinstaubhysterie"!

Das ist schlicht und einfach LÄCHERLICHER UNFUG aus der Klamottenkiste.

SIEHE "Unstatistik des Monats" vom 31.01.2017: Feinstaub durch Silvesterknaller - Schall und Rauch statt akute Gesundheitsgefahr (http://www.rwi-essen.de/unstatistik/63/):

»Bisher gibt es keine Belege für gesundheitliche Risiken durch punktuell sehr hohe Feinstaubbelastungen bei gesunden Menschen. Der EU-Richtwert bezieht sich vielmehr auf Tagesdurchschnitte. [...]
Der EU-Richtwert ist mit 50 Mikrogramm pro Kubikmeter darüber hinaus sehr vorsichtig bemessen und in die Grundregel eingebettet, dass dieser nicht mehr als 35 Mal im Jahr überschritten werden darf. Zum Vergleich: Für drei Milliarden Menschen in Entwicklungsländern, die ihre Mahlzeiten mangels Strom und Gas mit Feuerholz zubereiten, sind durchschnittliche Feinstaubbelastungen von etwa 900 Mikrogramm pro Kubikmeter tagtäglich Realität. Dies sind die Missstände, die etwa die Welt­gesund­heits­organi­sation bei ihrem Kampf für saubere Luft vor allem im Auge hat. [...]
Fazit: Auch wenn das private Silvesterfeuerwerk einmal im Jahr zu einer Grenzwertüberschreitung beiträgt und die Lärm- und Geruchsbelästigung zurecht nicht jedem gefällt, ist weder das Böllern selbst besonders giftig, noch hat es im Jahresverlauf große Auswirkungen. Der Feinstaubhysterie muss diese Tradition also nicht zum Opfer fallen.«

Hat (auch) die DUH etwa SONST keine Probleme?

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg

Avatar #760232
penangexpag
am Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18:35

Verbot Feuerwerkskörper

Daß gegen diesen Schwachsinn vorgegangen wird wurde wirklich Zeit - und die DUH hätte das viel sinnvoller schon früher machen sollen, denn dieser mystische Unfug ist von nicht dem geringsten Nutzen. Ganz im Gegensatz zu dem Problem der Fahrverbote. Denn hinter dem stehen natürlich auch ganz zwingende Notwendigkeiten aufder Kippe.
LNS

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