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EU-Förderung für Teleschlafmedizin­-Forschung in Dresden

Donnerstag, 24. Oktober 2019

picture alliance / PantherMedia

Dresden – Die Europäische Union (EU) unterstützt das Forschungsprojekt „Teleschlafmedizin“ in Dresden mit einer Million Euro. Initiatoren sind die Klinik und Poliklinik für Neurologie der Medizinischen Fakultät, das Institut für Biomedizinische Technik an der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik und der Industriepartner ResMed.

In dem Projekt werden neue Lösungen entwickelt, um die schlafmedizinischen Versorgung zu verbessern und auch zu Hause zu ermöglichen. Es ist mir wichtig, dass solche zukunftsweisenden Behandlungsmöglichkeiten allen Patienten in Sachsen offenstehen“, sagte Sachsens Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU).

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Die Wissenschaftler planen im Rahmen des Projektes eine Telemonitoring-Plattform für Patienten mit Schlafstörungen und Atemaussetzern im Schlaf, die sich für die außer­klinische Betreuung der Patienten eignet.

„Wir wollen ein praxistaugliches System entwickeln: Ein sinnvolles Hilfsmittel sowohl für Ärzte als auch für Patienten. Uns ist es besonders wichtig, dass das neue System den diagnostischen Bedürfnissen der Ärzte entspricht. Deshalb definieren wir gemeinsam mit den Medizinern Anforderungen an das System und entwickeln es dementsprechend“, sagte der Projektkoordinator Hagen Malberg, Direktor des Institutes für Biomedizinische Technik.

Das neue System soll ohne die bisher notwendige Verkabelung bei der bisherigen Schlafüberwachung auskommen, sondern möglichst kontaktfrei arbeiten. Gleichzeitig soll es alle wichtigen Parameter erfassen, die für die Diagnose von Schlafstörungen wichtig sind. „Ohne Kabel ähnelt die Untersuchungssituation mehr der häuslichen Umgebung und der Patient fühlt sich wohler. Dadurch steigt auch die Qualität des Schlafs und die der erhobenen Patienten-Daten“, so die Forscher.

Außerdem sollen intelligente Algorithmen die erhobenen Messwerte automatisiert aufarbeiten. „Das System meldet sich automatisch, wenn eine ärztliche Entscheidung erforderlich ist“, hieß es aus Dresden. © hil/aerzteblatt.de

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