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Politik

Ge­sund­heits­mi­nis­ter Spahn will Debatte über Lebendspenden

Freitag, 25. Oktober 2019

/dpa

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will im Rahmen der Reform der Organspende auch eine Debatte über Lebendspenden. „Wir haben noch eine Debatte zu führen über das Thema Lebendspenden“, sagte der Minister nach einem heutigen Vorab­bericht des Magazins Spiegel am Dienstag auf einer Veranstaltung des Bundesverbands der Organtransplantierten. Im Dezember will der Bundestag über eine Neuregelung der Organ­spende im Todesfall entscheiden. „Aus meiner Sicht ist es damit noch nicht zu Ende“ zitiert das Magazin den Minister.

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Nach heutiger Rechtslage dürfen nur enge Angehörige und nahestehende Personen zu Lebzeiten Organe spenden. Experten fordern etwa, solche Lebendspenden auf einen größeren Personenkreis auszudehnen. Eine Diskussion um diese ethische Grundsatzfrage schiebe man seit Jahren vor sich her, monierte nun auch Spahn. Gerade für Nierenkranke seien Lebendspenden wichtig.

Bei der Abstimmung im Dezember geht es um Spahns Gesetzentwurf für die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung. Der Entwurf sieht vor, dass alle Menschen als potenzielle Organspender gelten, wenn sie zu Lebzeiten ihren Widerspruch nicht in einem offiziellen Register hinterlegt haben. Ein Gegenvorschlag will, dass auch künftig die ausdrückliche Zustimmung zur Organspende erforderlich ist. Sie soll regelmä­ßiger abgefragt werden, auch Ärzte sollen dazu beraten. © kna/aerzteblatt.de

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