szmtag Unionsmitglieder fordern bessere Bedingungen für Familien mit...
NewsPolitikUnionsmitglieder fordern bessere Bedingungen für Familien mit behindertem Kind
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Unionsmitglieder fordern bessere Bedingungen für Familien mit behindertem Kind

Freitag, 25. Oktober 2019

/mjowra, stock.adobe.com

Berlin – Familien mit einem behinderten Kind benötigen mehr soziale Anerkennung und bessere Pflegebedingungen. Das fordert die Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in einem Positionspapier. Die Arbeitsgruppe hat sich mit dem Thema besonders auseinandergesetzt, weil der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 19. Sep­tember beschlossen hat, nichtinvasive molekulargenetische Tests zur Untersuchung auf Trisomien in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen.

„Die Bluttests können den Druck auf Schwangere verstärken, nur noch ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Daher wollen wir mit unserem Positionspapier den Fokus auf die Angehörigen von Kindern mit Behinderung lenken. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderung auch in Zukunft als einzigartige und gleichberechtigte Mitmenschen anerkannt werden“, sagte Stephan Pilsinger aus der Arbeitsgruppe.

Anzeige

Wichtig sei dafür eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz hinsichtlich der Inklusion von Menschen mit Behinderung sowie konkrete Maßnahmen, um die Familien zu unterstützen.
„Die sehr engen Vorgaben des G-BA machen deutlich, dass nichtinvasive Pränataltests erst nach einer sorgfältigen ärztlichen Aufklärung und ausschließlich in begründeten Einzel­fällen erfolgen dürfen – und keinesfalls als Routinetest“, sagte Rudolph Henke, Mitglied des Bundestages und Präsident der Ärztekammer Nordrhein.

Die Arbeitsgruppe fordert in ihrem Papier unter anderem:

  • Eine frühzeitige Beratung von Schwangeren durch qualifiziertes Fachpersonal
  • Die systematische Verankerung von Gen- und Pränataldiagnostik in der ärztlichen Aus- und Fortbildung
  • Eine verstärkte Informationsarbeit durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Ärztekammern
  • Aufklärung und Unterstützung bereits vor der Entbindung
  • Bessere Qualifizierungsmaßnahmen für Pflegedienste
  • Eine besondere staatliche Förderung und Anerkennung von zusätzlichen Pflege- und Erziehungsleistungen.

„Wir sprechen uns dafür aus, den Familien mit einem Kind mit Behinderung eine deutliche finanzielle und soziale Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Die Unterstützung muss sich an der Höhe der zusätzlichen Belastungen und an der Einschränkung der Erwerbsmög­lich­keiten orientieren. Die Hilfestellung sollte möglichst bürokratiearm erfolgen“, so die Autoren des Papiers. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER