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Deutlich mehr Fälle von FSME in Sachsen

Sonntag, 27. Oktober 2019

Impfpass mit FSME-Eintrag/Klaus Eppele, stock.adobe.com
/Klaus Eppele, stock.adobe.com

Dresden – Bis Mitte Oktober sind in Sachsen schon fast doppelt so viele Erkrankungen an der Hirnentzündung FSME registriert worden. Mit 23 waren es elf mehr als im gesamten Vorjahr und so viele wie seit 2013 nicht, wie das Ge­sund­heits­mi­nis­teriums in Dresden auf Anfrage mitteilte.

Die meisten Frühsommer-Meningoenzephalitis-Fälle wurden im Vogtland und im Erzgebirge gemeldet und damit in zwei der fünf sächsischen FSME-Risikogebiete. Leipzig sowie die Landkreise Leipzig, Görlitz und Nordsachsen blieben bisher unauffällig.

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Die FSME ist eine fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen, im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich. Für die Behandlung gibt es keine Medikamente, Ärzte raten zur Schutzimpfung, deren Kosten die Krankenkasse in den Risikogebieten übernimmt. Im Freistaat gehören auch die Landkreise Bautzen, Zwickau sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dazu.

„Es war kein extremes Zeckenjahr für Sachsen“, sagte ein Ministeriumssprecher. Der sehr lange und warme Sommer habe die Kontaktmöglichkeiten des Menschen zu Zecken erhöht. „Viele hielten sich oft und lange im Freien auf.“ Gemessen an vier Millionen Einwohnern im Freistaat seien die 23 Erkrankungen aber immer noch sehr wenig. Ungeachtet der weiteren Entwicklung, die abgewartet werden soll, rät Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU) zur Impfung.

Menschen, die sich aus beruflichen Gründen oder in der Freizeit und im Urlaub in Risikogebieten aufhalten, sollten auf diese Weise vorbeugen, sagte Klepsch. „Neben der Vermeidung von Zeckenstichen ist die Schutzimpfung die einzige und sicherste wirksame Prophylaxe.“ Aber auch entsprechende Kleidung und die Verwendung von Schutzmitteln auf der Haut können Zecken beim Aufenthalt im Freien vertreiben oder fernhalten.

Zecken gibt es bundesweit, die Gefahr einer Ansteckung mit der durch sie übertragenen FSME ist im Süden Deutschlands am größten. Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und im südöstlichen Thüringen droht mit Zeckenstichen die Übertragung der FSME-Viren. Die Zecken sitzen auf Grashalmen, im Gebüsch, am Waldrand oder im feuchten Unterholz. Sie können nicht springen und fallen auch nicht von Bäumen herab. Die Kontrolle des Körpers nach einem Aufenthalt im Freien und die abendliche Dusche hilft, die Tiere zu entfernen, ehe sie sich festgesetzt haben. © dpa/aerzteblatt.de

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