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Ärzteschaft

Frühwarnsystem der KV Westfalen-Lippe zu Engpässen in der ambulanten Versorgung bewährt sich

Montag, 28. Oktober 2019

/dpa

Hannover – Ein positives Fazit ihrer Fördermaßnahmen gegen Ärztemangel, vor allem in ländlichen Regionen, hat jetzt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe gezogen. Seit 2015 vergibt die KV über ein sogenanntes Förderverzeichnis finanzielle Unterstützung an Ärzte, die sich in einer von Unterversorgung bedrohten Region niederlassen. Im Herbst dieses Jahres hat der KV-Vorstand nun die 100. Förderung dieser Art genehmigt. „Mit dem Förderverzeichnis ist es uns in den letzten Jahren gelungen, die ärztliche Versorgungssituation in verschiedenen Städten und Gemeinden in Westfalen-Lippe zu stabilisieren und zu verbessern“, erklärt der erste Vorstandsvorsitzende der KV, Gerhard Nordmann.

Das Förderverzeichnis ist laut der KV ein Frühwarnsystem, mit dem aufgezeigt wird, wo in Westfalen-Lippe Probleme bei der ambulanten Versorgung eintreten könnten. Hierfür sind die Versorgungsdichte mit ambulant tätigen Medizinern in einer Region und ihre Alters­struktur von Bedeutung. Steht eine Gemeinde auf dem Förderverzeichnis, können Ärzte, die sich dort niederlassen oder einen Arzt anstellen wollen, eine Förderung beantragen.

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„Unser Ziel ist es, flexibel Anreize zu schaffen, um die Niederlassung oder Anstellung von Ärzten genau dort zu unterstützen, wo es am dringendsten erforderlich ist“, erläuterte Nordmann.

Zu den Fördermöglichkeiten zählen vor allem Kostenzuschüsse zum Praxisaufbau oder zur Praxisübernahme. Während das Förderverzeichnis anfänglich fünf Gemeinden umfasste, stehen im Augenblick insgesamt 31 Städte, Stadtteile und Gemeinden darauf. 29 Einträge beziehen sich auf die häusärztliche Versorgung, eine auf die Pädiatrie (in Werdohl) und eine auf die rheumatologische Versorgung (im Kreis Siegen-Wittgenstein).

„Der demografische Wandel ist auch in der Ärzteschaft deutlich spürbar. Gleichzeitig ent­scheiden sich immer weniger junge Mediziner für die Niederlassung in der ambulanten Versorgung“, warnte der KV-Chef. © hil/aerzteblatt.de

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